Nun in US-Händen EBM-Papst wird an US-Player verkauft

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der Ventilatorenspezialist EBM-Papst wird für eine Milliardensumme in die USA verkauft, wie jetzt brandheiß gemeldet wird ...

Luft anhalten! Das für seine Lüftungssysteme bekannte Familienunternehmen EBM-Papst meldet, dass man das Geschäft an den US-Konzern Madison Air verkauft. Lesen Sie hier, warum ...(Bild:  EBM-Papst)
Luft anhalten! Das für seine Lüftungssysteme bekannte Familienunternehmen EBM-Papst meldet, dass man das Geschäft an den US-Konzern Madison Air verkauft. Lesen Sie hier, warum ...
(Bild: EBM-Papst)

Das Familienunternehmen EBM-Papst mit Sitz im baden-württembergischen Mulfingen geht an den börsennotierten Konzern Madison Air, wie man heute erfährt. Der Chef von EBM-Papst, Klaus Geißdörfer, informiert, dass das große Potenzial für die Weiterentwicklung der Gruppe nicht ausgeschöpft werden kann, man mit Madison aber einen Partner gefunden hat, der genau versteht, was den Mulfinger Spezialisten ausmacht und was er braucht, um die Marktführerschaft auszubauen. Geißdörfer merkt an: „Wir werden auch von einem besseren Zugang zum US-Markt profitieren.“ Der Nettoverkaufspreis liegt demnach bei 4,775 Milliarden Euro. Geißdörfer hatte zuletzt vor allem das Geschäft mit Rechenzentren stark ausgebaut, die bekanntlich gekühlt werden müssen. Im Rahmen des Verkaufs werde EBM-Papst mit 5,1 Milliarden Euro bewertet. Der Verkauf muss allerdings erst wieder noch von den Behörden genehmigt werden. Mulfingen bleibt den Angaben nach auch bei einem Verkauf Hauptsitz von EBM-Papst. Madison Air ist ein US-Industrieunternehmen, das sich auf Belüftungs-, Filtrations- und Kühlsysteme spezialisiert hat, wie es weiter heißt.

Man kennt sich schon länger ...

Madison setze seit Jahrzehnten auf nachhaltige Unternehmensentwicklung. Der Konzern hat eine beeindruckende Aufstellung in der Luft- und Kühltechnologie sowie regional in den USA – und die Perspektiven in den Bereichen Rechenzentren und KI-Infrastruktur seien enorm. Der US-Konzern ist auch schon langjähriger Kunde des Familienunternehmens, das weltweit über 13.000 Beschäftigte hat – davon 5.800 in Deutschland. Im vergangenen Geschäftsjahr, das Ende März dieses Jahres endete, stieg der Umsatz um sechs Prozent auf rund 2,24 Milliarden Euro. Allerdings sei das Wachstum durch den Rückzug aus mehreren Geschäftsfeldern beeinflusst worden, im Kerngeschäft sei EBM-Papst um zwölf Prozent gewachsen, hieß es laut damaliger Mitteilung. Für das laufende Geschäftsjahr rechnete das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum in den fortgeführten Geschäftsbereichen von über zehn Prozent. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben.

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