Zweischneidiges Hoenle hat Umsatz und Ergebnis verbessern können

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Die letzten neun Monate waren für Hoenle unterschiedlich verlaufen. Erfahren Sie hier, was das Unternehmen erlebt, erlitten und dennoch geschafft hat ...

Die Hoenle-Gruppe blickt auf die letzten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 zurück. Zum Glück läuft es recht gut – trotz vieler Unbilden ...(Bild:  Hoenle-Gruppe)
Die Hoenle-Gruppe blickt auf die letzten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 zurück. Zum Glück läuft es recht gut – trotz vieler Unbilden ...
(Bild: Hoenle-Gruppe)

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 ergab sich für Hoenle, wie es heißt, ein zweiteiliges Bild. Denn auf der einen Seite belastete die konjunkturelle Schwäche im Maschinen- und Anlagenbau und insbesondere in der Druckindustrie die Geschäftsentwicklung und auch strukturelle Veränderungen und Konsolidierungen innerhalb der Branche auf die Entwicklung der Business Unit Härtung waren spürbar. Doch auf der anderen Seite lagen die Umsätze und Ergebnisse sowohl in der Business Unit Klebstoffsysteme als auch in der Business Unit Entkeimung klar über denen des Vorjahres und im Rahmen der Erwartungen. Die Hoenle-Gruppe erzielte im laufenden Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 69,026 Millionen Euro. Damit kam man leicht unter dem Vorjahresniveau von 69,809 Millioenen zum Liegen. Positiv wirkten sich die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sowie die konsequente Fokussierung auf profitable Geschäftsfelder aus. Denn das führte zu einem verbesserten Produktmix, aber auch zu einer Verbesserung der Materialaufwandsquoten in den einzelnen Business Units. Das Konzern-Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich von 3,554 auf 4,471 Millionen Euro. Das Ebit war mit 432.000 Euro wieder positiv (Vorjahr = -554.000 Euro). Das Konzernergebnis verbesserte sich auf -1,070 Millionen nach -1.320 Millionen im Vorjahr. Kommen wir zu den für den Maschinenmarkt-Leser relevanten Business Units und deren Entwicklung ...

Das passiert in der Business Unit Klebstoffsysteme:

Die Hoenle-Unit Klebstoffsysteme kümmert sich um UV-härtende Klebstoffe und darauf abgestimmten Härtungssysteme. Durch die Kombination von Material- und Prozesskompetenz entwickelt die Hoenle-Gruppe kundenspezifische Möglichkeiten, die außer der prozesssicheren Verbindung von Bauteilen zusätzliche Funktionen wie elektrische Kontaktierung, Wärmemanagement, strukturelle Stabilisierung sowie den Schutz sensibler Komponenten erfüllen. Im Fokus der weiteren Geschäftsentwicklung stehen die strategischen Märkte Elektronik, Medizintechnik und Optik, denn dort steigt die Nachfrage nach leistungsfähigen Klebstoffen und energieeffizienten UV-Härtungsverfahren. Die aktuell hohe Anzahl an Entwicklungs- und Qualifizierungsprojekten mit internationalen Kunden bilde dafür die solide Grundlage für zukünftige Serienanwendungen. Aufgrund von laufenden Innovationsprojekten, der kontinuierlichen Erweiterung des Produktportfolios sowie wegen der zunehmenden Internationalisierung erwartet der Hoenle-Vorstand für die kommenden Jahre ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum in diesem Sektor.

In der Business Unit Härtung sieht es so aus:

Die Business Unit Härtung bündelt Know-how zur Härtung per UV- und Infrarotlicht für die Druck- und Beschichtungsindustrie. Wesentliche Anwendungsfelder sind der Verpackungsdruck, die Beschichtung von zwei- und dreidimensionalen Oberflächen sowie die Verarbeitung technischer Folien und Etiketten. Aufgrund steigender Anforderungen an Produktqualität, Produktivität und Prozesssicherheit sieht die Hoenle-Gruppe in diesen Märkten langfristig attraktive Wachstumsperspektiven. Die im Berichtsjahr weiterhin verhaltene Investitionstätigkeit im Maschinen- und Anlagenbau belastete die Geschäftsentwicklung der Business Unit aber deutlich. Der Vorstand rechnet jedoch mit einer leichten Verbesserung der Marktbedingungen in spezifischen Segmenten, wenn die Lage besser wird. Gleichzeitig werden Maßnahmen zum Ausbau des Service-, Ersatzteil- und Modernisierungsgeschäfts konsequent vorangetrieben, um die Geschäftsentwicklung zusätzlich zu stabilisieren und wiederkehrende Umsätze zu stärken. Nach einer Stabilisierung im zweiten Kalenderhalbjahr erwartet der Vorstand aufgrund der Weiterentwicklung innovativer Produkt- und Prozesslösungen, den Ausbau des „After Sales“-Geschäfts sowie wegen eines konsequenten Kosten- und Produktmanagements eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den kommenden Jahren.

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