Neue Anwendungen Highspeed-Laserauftragschweißen erobert neue Einsatzfelder

Quelle: Fraunhofer ILT 4 min Lesedauer

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Laserbasierte Fertigungsprozesse können so manche neue Forderung erfüllen. Man denke an die Reparatur teurer Bauteile, an eine skalierbare Fertigung und generell strengere Vorgaben. Die Antwort heißt EHLA.

Bewährte Prozesse des Laserauftragschweißens werden vom Fraunhofer ILT aus Aachen und Etxetar aus Spanien jetzt soweit optimiert, dass sie in weiteren Industriezweigen dabei helfen können, neue Anforderungen zu erfüllen. Hier wird eine Eisenbahnachse per LMD repariert.(Bild:  Etxetar)
Bewährte Prozesse des Laserauftragschweißens werden vom Fraunhofer ILT aus Aachen und Etxetar aus Spanien jetzt soweit optimiert, dass sie in weiteren Industriezweigen dabei helfen können, neue Anforderungen zu erfüllen. Hier wird eine Eisenbahnachse per LMD repariert.
(Bild: Etxetar)

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) und sein Partner Etxetar wollen der Industrie angesichts bestehender Hürden auf die Sprünge helfen und erweitern den industriellen Einsatz des Laserauftragschweißens (LMD) und eben auch des extremen Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen (EHLA). Per Absichtserklärung vereinbaren die beiden, Prozesswissen, industrielles Engineering und Anwendungserfahrung zu bündeln, um die steigenden Anforderungen für die Luftfahrt, in puncto Beschichtungen und in weiteren Branchen gezielt zu adressieren.

Das sind die Kompetenzen von Etxetar und ILT

Etxetar bringe dabei mehr als sein Maschinenbau-Fachwissen in diese Partnerschaft ein. Das spanische Unternehmen versteht sich nämlich viel mehr als Engineering-Partner für hochwertige industrielle Methoden und verbindet Werkzeugmaschinen-Know-how mit einem starken Anwendungsfokus, so das ILT. Das zeige sich in konkreten Arbeiten an Turbinenschaufeln, der Reparatur von Blisks, Eisenbahnachsen und Getriebekomponenten. Aber auch in eigenen Prozessstrategien, wo es um die softwaregestützte Prozessüberwachung und um die Einbindung in industrielle Fertigungsabläufe geht, zahle sich das Wissen aus. So entsteht eine starke Basis, um gemeinsam zu prüfen, wie LMD und EHLA konkrete industrielle Anforderungen erfüllen und neue Marktchancen erschließen können. Und das Fraunhofer ILT bringt tiefgreifende Prozesskompetenz für die Laserauftragschweiß-Prozesse LMD und EHLA ein – sowohl um diese Technologien entsprechend industrieller Anforderungen weiterzuentwickeln als auch um Prozesswissen in skalierbare Systemdesigns zu überführen. Dazu zählt unter anderem, Bauteilgeometrien während der Beschichtung zu erfassen, Abweichungen von Soll-Konturen zu erkennen und Prozessparameter (etwa Vorschubgeschwindigkeit) automatisch nachzujustieren. Dieses Know-how sei besonders wertvoll, wenn etablierte Prozesse für neue Anwendungen und engere industrielle Anforderungen adaptiert würden.

Euro-7-konforme Alternativen bringen neu Chancen

Ein wesentlicher Treiber für den wachsenden Einsatz dieser Technologien sei demnach die Regulierung. Der europäische Euro-7-Rahmen hat nämlich seinen Geltungsbereich über Emissionen hinaus auf nicht abgasbedingte Quellen (etwa Bremspartikelemissionen) ausgeweitet und verändert damit das Marktumfeld für Beschichtungs- und Oberflächentechnologien erheblich, heißt es. Für Hersteller von Bremsscheiben und anderen verschleißintensiven Bauteilen wächst deshalb der Druck, robuste und skalierbare Alternativen zu finden. Und Etxetar hat in diesem Kontext bereits EHLA-basierte Möglichkeiten positioniert. Euro 7 schaffe eine Nachfrage nach skalierbaren Beschichtungsalternativen. Und dieser Druck werde nicht auf Europa beschränkt bleiben. „Wir erwarten, dass ähnliche Anforderungen auch in anderen wichtigen Märkten entstehen werden, so Dr. Thomas Schopphoven, Leiter der Abteilung Laser Material Deposition am ILT. Aus Sicht des Forschungsinstituts beginnen viele Hersteller, auch schon nach Alternativen zu suchen, sobald die Gesetzgebung einen klaren technischen Bedarf schafft. Das ebne den Weg für einen breiteren industriellen Einsatz in anderen Märkten, wie beispielsweise China, Indien und Japan.

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