Konstrukteure aufgepasst! EU-Parlament will Autos, deren Teile wiederverwendet werden können

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wenn es nach dem Willen des EU-Parlamentes geht, dann landen die Bauteile ausgedienter Autos nicht mehr auf der Deponie, sondern im Materialkreislauf ...

Diesen Anblick will das EU-Parlament in Zukunft nur noch als Zwischenphase und nicht mehr als Dauerzustand. Denn eine neue Verordnung sieht vor, dass Autos bald so konstruiert sein müssen, dass ihre Einzelteile möglichst leicht ausgebaut und wiederverwendet werden können ...(Bild:  Schrottking)
Diesen Anblick will das EU-Parlament in Zukunft nur noch als Zwischenphase und nicht mehr als Dauerzustand. Denn eine neue Verordnung sieht vor, dass Autos bald so konstruiert sein müssen, dass ihre Einzelteile möglichst leicht ausgebaut und wiederverwendet werden können ...
(Bild: Schrottking)

In der EU sind nach Angaben der EU-Kommission rund 286 Millionen Kraftfahrzeuge angemeldet. Jedes Jahr kommen rund 6,5 Millionen Stück ans Ende ihrer Lebensdauer. Und bei etwa vier Millionen Fahrzeugen im Jahr erfahren die Behörden offenbar erst gar nicht, was nach der Abmeldung mit ihnen passiert – also ob es in die Schrottpresse geht, oder ins Ausland. Neue Fahrzeuge sollen aus Sicht des EU-Parlaments deshalb künftig so konstruiert werden, dass möglichst viele Teile davon relativ leicht ausgebaut werden können sollen, um sie wieder zu verwenden oder sinnvoll zu verwerten. Eine Mehrheit von 437 Abgeordneten stimmte demnach einer entsprechenden Verordnung in Straßburg zu (bei 112 Gegenstimmen und 20 Enthaltungen). Vertreter des Parlaments und der Mitgliedstaaten hatten sich bereits im Dezember auf die neuen Regeln zu diesem Thema verständigt. Sie müssen nun auch noch von den Mitgliedstaaten bestätigt werden, bevor sie zwei Jahre später in Kraft treten.

Kosten und Aufwand sollen die Autohersteller tragen

Die Vorgaben sollen dazu führen, dass etwa Aluminium, Kupfer und seltene Erden verstärkt recycelt und wiederverwendet werden können. Sie werden teils aufwendig und unter hohem Energieeinsatz abgebaut beziehungsweise aufbereitet. Europa soll so unabhängiger von Rohstoffeinfuhren aus Asien und die Autoindustrie im Gegenzug umweltfreundlicher werden. Künftig muss auch ein bestimmter Anteil des Kunststoffs in neuen Fahrzeugtypen aus Materialien bestehen, die aus Altfahrzeugen und gebrauchten Autoteilen stammen, heißt es. Hersteller sind dann laut Parlament auch für die Kosten der Sammlung und Entsorgung von Altfahrzeugen innerhalb der EU verantwortlich. Diese Pflicht beginne drei Jahre nach Inkrafttreten der neuen Regeln – also voraussichtlich im Jahr 2031. Zur Einordnung: Altfahrzeuge sind demnach grundsätzlich nicht mehr zu reparieren und haben keinen historischen Wert. Und Autos, die für nicht mehr verkehrstauglich erklärt wurden, dürfen nach einer Übergangsfrist von fünf Jahren dann auch nicht mehr exportiert werden.

(ID:50877852)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung