Gut gelüftet! Klimatisierte Arbeitsschutzkleidung macht den Job angenehmer

Quelle: DITF 2 min Lesedauer

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Steigen die körperlichen Belastungen bei der Arbeit an, stößt herkömmliche Arbeitsschutzbekleidung nicht selten an ihre Grenzen, so das DITF. Doch diese Grenzen können erweitert werden ...

Das könnte die Zukunft der Arbeitsschutzkleidung werden! Denn am DTFI in Denkendorf hat man es mit Partnern geschafft, dieselbe mit einem autarken System zur Klimatisierung auszurüsten. Damit wird nicht nur der Tragekomfort bei körperlicher Belastung deutlich erhöht ...(Bild:  DITF)
Das könnte die Zukunft der Arbeitsschutzkleidung werden! Denn am DTFI in Denkendorf hat man es mit Partnern geschafft, dieselbe mit einem autarken System zur Klimatisierung auszurüsten. Damit wird nicht nur der Tragekomfort bei körperlicher Belastung deutlich erhöht ...
(Bild: DITF)

Insbesondere der Abtransport von Schweiß und überschüssiger Körperwärme stellt für normale Arbeitsschutzkleidung meist ein Problem dar. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) arbeiteten deshalb an strömungsoptimierten, luftleitenden Textilstrukturen, die eine gezielte Klimatisierung direkt am Körper erreichen, wie es weiter heißt. Diese Strukturen können unmittelbar in die Arbeitsschutzbekleidung integriert werden. Durch das textile Klimatisierungssystem wird demnach die natürliche Thermoregulation des Körpers unterstützt – Tragekomfort und Arbeitssicherheit erhöhen sich laut DITF.

Absolut autarke Kühllufterzeugung im Arbeitsschuh

Um die luftleitenden Strukturen aber zu versorgen, wurden pneumatische Druckerzeuger entwickelt, die dafür die alltägliche Bewegungen des Körpers als „Antrieb“ nutzen, lassen die Forscher wissen. So lässt sich etwa durch eine kompressible Einlegesohle im Arbeitsschuh aus der normalen Laufbewegung Druckluft erzeugen. Damit ist das System absolut autark und ohne externen Druckluftanschluss nutzbar. Das beim Gehen erzeugte Luftvolumen wird über ein Schlauchsystem in einer Arbeitsschutzhose zum Klimatisierungselement im Oberteil geleitet, wie die Denkendorfer weiter ausführen. Eine speziell konstruierte Gürtelschnalle ermöglicht es schließlich, während des Arbeitstages intuitiv die Hose vom Oberteil zu trennen und damit den Luftstrom zu unterbrechen.

Positive Projektergebnisse werden demnächst präsentiert

Im Rahmen des Projekts konnte nachgewiesen werden, dass durch die Kombination aus luftleitenden Textilstrukturen und Druckerzeugern das Wärme- und Feuchtigkeitsmanagement zwischen Arbeitskleidung und Körperoberfläche deutlich verbessert wird. Dieser Effekt reduziere nicht nur das Risiko von Überhitzung, sondern wirke sich auch positiv auf das subjektive Trageempfinden und die Leistungsfähigkeit aus. Das Projekt wurde im Übrigen in Kooperation zwischen den DITF und der Hero Textil AG durchgeführt. Es wurde im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das textile Klimatisierungssystem „StAirS“ wurde als erfolgreiches Projektbeispiel für den Innovationstag Mittelstand 2026 in Berlin ausgewählt und wird dort am 11. Juni gemeinsam von DITF und Hero präsentiert.

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