Frei Durchatmen

Fronius weiß, wie man sich Schweißrauch vom Hals hält

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Das beste ist das STOP-Prinip, das aber eher Bewegung bringt

Eine wirklich wirksame Schweißrauchreduktion folgt nach Aussage des Schweißtechnikspezialisten einer klaren Hierarchie – dem sogenannten STOP-Prinzip. Die sich dahinter verbergenden Maßnahmen sind dann in dieser Reihenfolge zu priorisieren: Substitution und technische Gegenmaßnahmen wirken als Kollektivschutz und schützen damit auch Personen in der Umgebung. Organisatorische Maßnahmen senken hauptsächlich die Restexposition. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) hilft ausschließlich der Einzelperson und bildet deshalb stets die letzte Stufe der Hierarchie. Jene, die täglich selbst schweißen, können demnach am wirksamsten für Schutz sorgen. Das Acronym STOP setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • S – Substitution: Emissionsärmere Verfahren (etwa WIG-Schweißen), alternative Schweißdrähte und Schutzgase, optimierte Lichtbogenlänge (Bild unten);
  • T – Technische Maßnahmen: Absaugschweißbrenner, automatisierte Zellen, Absaughauben;
  • O – Organisatorische Maßnahmen: Rückstandsfreie Bauteile, saubere und gut strukturierte Arbeitsplätze, Expositionszeit reduzieren, Fremdpersonen fernhalten, regelmäßige Unterweisung;
  • P – Persönliche Maßnahmen: Atemschutz dann, wenn alle vorherigen Maßnahmen nicht ausreichen.

Hier ist die Schweißrauchmenge in Milligramm pro Minute in Abhängigkeit vom Schweißverfahren aufgezeichnet.(Bild:  Fronius)
Hier ist die Schweißrauchmenge in Milligramm pro Minute in Abhängigkeit vom Schweißverfahren aufgezeichnet.
(Bild: Fronius)

Beim Schweißrauch kommt es auf den Lichtbogen an

Wie stark sich Einstellungen am Schweißgerät auf die Schweißrauchemission auswirken, soll eine Untersuchung der Aachener Gesellschaft für Forschungs- und Fügetechnik (FEF), die gemeinsam mit Fronius durchgeführt wurde, verdeutlichen. Denn nicht nur das Verfahren, sondern auch die Parametereinstellung beim Schweißen hat einen erheblichen Einfluss auf die sogenannte Fume Emission Rate (FER) (Schweißrauch-Emissionsrate). Im Vergleich verschiedener Prozessvarianten – Standardlichtbogen, „Low Spatter Control“-Lichtbogen (LSC) und Impulslichtbogen – erwies sich der Impulslichtbogen als jener, der den stabilsten Werkstoffübergang und die niedrigste Emissionsrate erzeugte. Die Prozessparameter Drahtvorschubgeschwindigkeit, Spannung und Stromstärke wurden bei den Vergleichen nicht verändert. Geschweißt wurde mit einem G-3Si1-Draht (Durchmesser 1,2 Millimeter) auf warm gewalztem unlegiertem Baustahl (S235JR) mit dem Schutzgas M21 (82 Prozent Argon und 18 Prozent CO2), vollmechanisiert und unter reproduzierbaren Bedingungen. Schauen wir uns auf der nächsten Seite an, was dabei herauskam ...

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