Frei Durchatmen Fronius weiß, wie man sich Schweißrauch vom Hals hält

Quelle: Fronius 6 min Lesedauer

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Der beim Schweißen entstehende Rauch ist alle andere als gesundheitsfördernd. Auch ist er ein Argument, dass man sich lieber nicht in diesem Berufsfeld betätigt. Fronius kann aber Abhilfe schaffen ...

Wissenswertes! Beim Schweißen entsteht bekanntlich auch Schweißrauch, der gesundheitlich bedenklich ist, wie Fronius in Erinnerung ruft. Doch diesen Schadstoffen muss man sich nicht aussetzen. Hier schweißt jemand zum Beispiel mit der Absaugung Extento Lowvac. Hier noch mehr ...(Bild:  Fronius)
Wissenswertes! Beim Schweißen entsteht bekanntlich auch Schweißrauch, der gesundheitlich bedenklich ist, wie Fronius in Erinnerung ruft. Doch diesen Schadstoffen muss man sich nicht aussetzen. Hier schweißt jemand zum Beispiel mit der Absaugung Extento Lowvac. Hier noch mehr ...
(Bild: Fronius)

Beim Lichtbogenschweißen erreicht der Lichtbogen mehrere tausend Grad Celsius. Das Metall verdampft, reagiert und kondensiert – es entsteht Schweißrauch. Dieser besteht aus gasförmigen Komponenten, wie Ozon, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid oder Stickstoffoxiden. Aber auch feinste Partikel wie Eisen-, Nickel- und Bleioxide, Mangan oder Chrom-VI-Verbindungen schweben in ihm mit. Bemerkenswert ist laut Fronius, dass Rund 95 Prozent der Emissionen aus dem Zusatzwerkstoff emittiert werden – also vom Draht stammen, der kontinuierlich ins Schmelzbad geführt wird. Die Gefahr ist leider weniger sicht- als spürbar, denn ein Großteil der Partikel ist ultrafein – oft kleiner als ein Mikrometer. Und einzelne Teilchen messen sogar weniger als 0,1 Mikrometer. Diese Winzlinge erreichen leider die Alveolen in der Lunge – also die Bläschen, in denen der Gasaustausch stattfindet. Je nach Zusammensetzung des Schweißrauchs können sie von dort sogar in den Blutkreislauf übergehen. Die Folgen reichen von chronischen Atemwegsbelastungen (etwa Siderose bei Eisenoxiden) über toxischen Wirkungen (etwa durch Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Ozon oder Manganoxide). Aber auch kanzerogene Risiken, wie sie durch Chrom-VI-Verbindungen oder Nickeloxid vorliegen – insbesondere beim Schweißen hochlegierter Stähle – sind zu befürchten.

So muss man sich die tatsächliche Eindringtiefe verschieden großer Schweißrauchpartikel in die Lunge vorstellen.(Bild:  Fronius)
So muss man sich die tatsächliche Eindringtiefe verschieden großer Schweißrauchpartikel in die Lunge vorstellen.
(Bild: Fronius)

Grenzwerte entbinden nicht vor der Verantwortung zum Arbeitsschutz

Natürlich gibt es sozusagen „Leitplanken“ zur Orientierung in diesem Thema. In Österreich etwa unterscheidet man MAK-Werte (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) und TRK-Werte (Technische Richtkonzentration). Während MAK-Werte bei Einhaltung als gesundheitlich unbedenklich gelten, stehen die TRK-Werte für das Risiko. Sie sind technische Richtwerte, die oft für Stoffe gelten, deren Unbedenklichkeit nicht gesichert ist. Man denke zum Beispiel an Chrom-VI-Verbindungen, bei denen der TRK-Wert bei 0,02 Milligramm pro Kubikmeter Raumluft gesetzt wurde. Und ein Blick über die Grenzen zeigt gewisse Unterschiede: Die Niederlande sind mit einem Milligramm pro Kubikmeter in Bezug auf A-Staub (alveolengängiger Staub) besonders streng. Deutschland liegt bei 1,25 Milligramm pro Kubikmeter und Österreich (wie etwa Frankreich, Belgien, Norwegen oder die USA und Kanada) bei fünf Milligramm. Wichtig ist laut Fronius, dass Grenzwerte, Normen und Regelwerke lediglich eine Momentaufnahme sind und sich deshalb jederzeit ändern können. Betriebe sollten deshalb regelmäßig die aktuellen nationalen Vorgaben prüfen und die Gefährdungsbeurteilung entsprechend anpassen, wie Fronius empfiehlt.

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