Innovative Einzelheiten Sieben Formnext-Highlights in puncto Systemkomponenten

Ein Gastbeitrag von Thomas Masuch 6 min Lesedauer

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Auf der Formnext falle auf, dass die Zahl neuer 3-Drucker hinter derjenigen von neuartigen Systemkomponenten deutlich zurückbleibe. Hier ein Überblick über letztere Innovationen ...

In wenigen Wochen startet die Formnext 2026 wieder in Frankfurt am Main. Aufmerksame Experten haben erkannt, dass es einen Trend dazu gibt, nicht ganze 3D-Drucksysteme ständig neu zu erfinden, sondern den Optimierungshebel verstärkt an Einzelkomponenten anzusetzen ...(Bild:  KI-generiert)
In wenigen Wochen startet die Formnext 2026 wieder in Frankfurt am Main. Aufmerksame Experten haben erkannt, dass es einen Trend dazu gibt, nicht ganze 3D-Drucksysteme ständig neu zu erfinden, sondern den Optimierungshebel verstärkt an Einzelkomponenten anzusetzen ...
(Bild: KI-generiert)

Die hohe Zahl von neuen Komponenten für Systeme aus der additiven Fertigung ist im Vergleich zu neuen 3D-Druckern ist ein Hinweis darauf, dass Systemhersteller zunehmend vor allem einzelne Elemente verbessern anstatt gleich einen neuen Drucker auf den Markt zu bringen. Das erfordert schon mal ein geringeres Budgets für F&E und senkt auch noch die Investitionen für die Anwender von 3D-Druckern. Gleichzeitig werden dennoch signifikante Verbesserungen und teilweise auch neue Anwendungen erreicht. Das reicht von einer höheren Auflösung im Keramikdruck (Formnext-Aussteller Lithoz), über bessere Qualität und Performance im Silkon-3D-Druck (Lynxter) bis hin zu feineren Oberflächen für die großformatige additive Fertigung (Caracol). Darüber hinaus reduzieren die Echtzeitüberwachung von Lortek und das Wärmebildmodul von Heimann Sensor etwa den Ausschuss beim Metall-3D-Druck. Und die neue Düse von Dianoz bietet dem Verschleiß beim 3D-Druck mit abrasiven Materialien paroli. Und auch beim 3D-Druck spielt das Thema Automatisierung eine wichtige Rolle. So macht der Formnext-Aussteller Blocks mit seinem Materialhandlingsystem den 3D-Druck unabhängiger. Schauen wir uns die sieben Highlights als mal näher an ...

1. Lithoz bringt mehr Auflösung und Lichtintensität

Lithoz wird in Frankfurt am Main das neue „Performance Pack“ für die Cerafab-System-Druckerserie vorstellen. Das Ganze Tuning fußt auf dem neuesten 4-K-Projektionssystem. Es sorgt laut Lithoz für einen deutlichen Sprung bei der Lichtintensität und der Auflösung. Das Paket wird für die Drucker Cerafab System S65, S65 Medical und Cerafab Multi 2M30 erhältlich sein. Es verdopple die Lichtintensität und steigere die Auflösung um 60 Prozent. Für den S65 bedeutet das eine Auflösung von 25 Mikrometer (1.016 dpi) statt bisher 40 (635 dpi). Die Lichtintensität verdoppelt sich auf 120 Milliwatt pro Quadratzentimeter. Damit soll unter anderem die Verarbeitung dunkler Keramiken einfacher klappen. Auch präsentiert Lithoz erstmals verschiedene Kühlplatten aus Aluminiumnitrid sowie aus Aluminiumoxid mit einer Molybdän-Mangan-Metallisierung.

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2. Lynxter macht den Silikon-3D-Druck autonomer

Mit Overtime hat Lynxter eine Möglichkeit für die additive Serienproduktion entwickelt, was größere und komplexere Teile aus Silikon betrifft. Das geschehe ohne die Materialqualität zu beeinträchtigen. Overtime werde erstmals auf der Formnext präsentiert. Die durch Overtime gesteigerte Autonomie und Leistungsfähigkeit der sogenannten MEX-LIQ-Technologie (respektive DIW, LDM et cetera) ist damit nun mit industriellen MEX-FIL-Standards (FFF, FDM und so weiter) vergleichbar. Die additive Fertigung von Silikon-Dichtungskomponenten, Schutz- und Abdeckwerkzeugen sowie von medizinischen Produkten erhalte so eine völlig neue Dimension. Die Overtime-Option soll auch erlauben, das gesamte Bauvolumen der Maschine in einem einzigen Druckauftrag zu nutzen, was gleichzeitig die Druckzeit optimiert und einen autonomen Betrieb ermöglicht. Nicht zuletzt ist laut Lynxter der Druck komplexerer und dünnwandiger Strukturen mit höherer Auflösung möglich.

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