Pro Materialmix

Arnold Umformtechnik präsentiert neue fließlochformende Schraube

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Das sind die Hauptvorteile der neuen Flowform Plus 4,0

Grundsätzlich ist die Flowform Plus für höherfeste Stahlbleche und dickere Blechkombinationen konzipiert. Durch den Einsatz von Aluminiumbauteilen können aber auch dickere Fügekombinationen mit mehreren Lagen ausgeführt werden. Das hat in der Vergangenheit in Bezug auf dreilagige Verbindungen dazu geführt, dass die Deck- und Mittellagen zunächst vorgelocht wurden. Durch den Einsatz der Flowform Plus können nun in Abhängigkeit der Fügewerkstoffe aber auch dickere Materialkombinationen (bis 7,5 Millimeter) ohne Vorloch gefügt werden, wie Arnold Umformtechnik betont. Das erklärt sich aus der geringeren Materialverdrängung durch die Durchmesserreduzierung. Dadurch bildet sich ein engerer Spalt zwischen den Blechen und durch die kleinere Abmessung verringert sich die Reibfläche. Bei der Flowform Plus 4,0 ist deshalb das Furchmoment geringer. Weil generell das Drehmoment geringer ist, kann die Verbindung auch mit einem entsprechen niedrigeren Anzugsdrehmoment hergestellt werden. Die Verbindungsfestigkeit ist laut Arnold Umformtechnik etwas schlechter als bei Flowform 5,0 jedoch gut genug für die Anwendung. In Bezug auf das Verbindungselement ergibt sich aber eine höhere Festigkeit durch die Wahl eines geeigneten Werkstoffes. Das wird dann abgestimmt mit einer dazu passenden Wärmebehandlung. Durch den kleineren Durchmesser der Flowform Plus – und damit auch kleinerem Kopfdurchmesser – eignet sich die Schraube nun auch für Anwendungen, in denen nur eine geringe Flanschbreite gegeben ist, wie es weiter heißt.

Weitere Vorteile und Anwendungsfälle für die Flowform Plus

In einem Beispiel versuchen die Entwickler von Arnold hier zu verdeutlichen, was mit der Flowform Plus möglich ist. Dazu haben sie eine Verbindung mit 2,5 Millimeter dicken Aluminiumblechen (3-lagig) mit der bisherigen und mit der neuen Flowform-Schraube hergestellt. Das Ergebnis bestätigt etwa den schmaleren Spalt bei der Flowform Plus. Auch konnte dabei ohne Vorloch gefügt werden. Bei Anwendungen mit Klebstoff – eher der Regelfall – wird ohne Vorloch zusätzlich der Klebstoff eingeschlossen, weil er natürlich nicht aus dem Vorloch auslaufen kann. Das Fügen ohne Vorloch ist logischerweise mit Blick auf die Kosteneffizienz des Prozesses auch günstiger. Der Anwender benötige auch keine aufwendige Kameratechnik, um zu überprüfen, ob die Schraube im Fügeprozess mittig das Vorloch treffe.

Bildergalerie

Durch den kleineren Kopfdurchmesser der Flowform Plus kann bereits die konstruktive Auslegung der Baugruppe beim Kunden angepasst werden. Das heißt, dass Flansche schmaler und damit leichter werden dürfen. Und durch die geringere Materialverdrängung sind in einer vergleichbaren Materialkombination mit Blick auf die ältere Flowform geringere Axialkräfte erforderlich. Das heißt, dass die Prozessbelastung sich verringert. So kann etwa ein kleinerer Montageroboter eingesetzt werden. Nutzt man dennoch einen größeren Roboter, belastet dieser die neue Schraube während des Fügens weniger. Ein weiterer Vorteil ist auch noch, dass die Anwender ihre bestehenden Anlagen für die Verschraubung nicht ändern müssen. Eingesetzt wird die Flowform Plus unter anderem im Karosserierohbau im Aluminium-Stahl-Mischbau, bei profilintensiven Bauweisen, bei einseitiger Zugänglichkeit zu den Fügestellen und bei Hybridverbindungen oder beim Fügen von Batteriepacks.

(ID:49936901)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung