Pro Materialmix Arnold Umformtechnik präsentiert neue fließlochformende Schraube

Von Annedore Bose-Munde 4 min Lesedauer

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Mit der fließlochformende Schraube Flowform hat Arnold Umformtechnik seit einigen Jahren bereits eine innovatives Verbindungselement im Portfolio. Jetzt setzt man mit der Flowform Plus noch einen drauf ...

Das ist die neue fließlochformende Schraube Flowform Plus von Arnold Umformtechnik. Sie wurde speziell für die gestiegenen Anforderungen des Leichtbaus und des Materialmixes entwickelt. Sie bringe einige Vorteile im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Flowform ins Spiel.(Bild:  Arnold Umformtechnik)
Das ist die neue fließlochformende Schraube Flowform Plus von Arnold Umformtechnik. Sie wurde speziell für die gestiegenen Anforderungen des Leichtbaus und des Materialmixes entwickelt. Sie bringe einige Vorteile im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Flowform ins Spiel.
(Bild: Arnold Umformtechnik)

Die fließloch- und gewindeformende Schraube Flowform ermöglicht eine einseitig zugängliche und vollautomatisierte Fügeverbindung. Mit ihrer polygonalen Spitzengeometrie formt die Flowform-Schraube ein Fließloch und furcht dabei ein Gewinde, welches im Reparaturfall eine metrische Schraube aufnehmen kann.

Mit der Flowform Plus kommt nun eine Weiterentwicklung auf den Markt. Damit reagiert Arnold Umformtechnik auf steigende Kundenanforderungen. Vor dem Hintergrund, die CO2-Emmissionen immer weiter zu verringern, setzt die Automobilindustrie bekanntlich auch auf Gewichtsreduzierung. So werden zunehmend dünnere und höherfestere Stähle oder Aluminium eingesetzt, was mehr Materialmix verursacht. Aber eine entsprechende Schraube für eine prozesssichere Verbindung desselben muss auch unter geänderten Randbedingungen funktionieren. Kurzum: Die Flowform musste weiterentwickelt werden, um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden.

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Die neue Flowform Plus spart 25 Prozent Gewicht ein

„Die Anwendungsgrenze für das Fügen von Stahlanwendungen liegt in Abhängigkeit von der Blechdicke bei der herkömmlichen Flowform bei maximal 600 Megapascal. Mit der Flowform Plus kommt man jetzt auf rund 1.000 Megapascal“, betont Heiko Miller, Projektleiter bei Arnold Umformtechnik, und für die Weiterentwicklung der Flowform Plus verantwortlich. Im Vergleich zur Flowform änderte man bei der Flowform Plus die Abmessungen. Der Durchmesser wurde von 5 Millimeter auf 4 Millimeter reduziert. Die Länge bleibt bei 20 Millimeter. In Abhängigkeit von Kopf und Länge wiege die Flowform 5,0 etwa 4 Gramm, aber die neue Flowform Plus 4,0 nur noch 3 Gramm. Hochgerechnet auf die Anzahl der verwendeten Schrauben in der Karosserie insgesamt kommt dann einiges an eingespartem Gewicht zusammen. So wiegen 500 Flowform-5,0-Schraußen pro Fahrzeug rund 2 Kilogramm. Folglich spart man im selben Fall mit der Flowform Plus 4,0 pro Fahrzeug 500 Gramm ein. Zudem wurde die Geometrie der Fließlochformspitze optimiert und das Wärmebehandlungsverfahren angepasst, sodass die Performance für die Verbindung annähernd gleichbleibend ist.

Arnold-Experten schauen sich die Schraubfälle genau an

Doch wann ist die Flowform Plus das geeignete Verbindungselement? Die Kundenvorstellungen für eine bestimmte Verbindungsstelle sind meistens ziemlich konkret, antworten die Arnold-Experten. Deren Part ist es, zu untersuchen, ob eine Flowform oder eine Flowform Plus die bessere Möglichkeit für den konkreten Anwendungsfall ist. Entsprechend führen die Spezialisten im Blechfügelabor beispielsweise Machbarkeitsuntersuchungen mit Originalmaterial durch. Dort werden die Festigkeitswerte für den Verbund und natürlich die Grenzen für den Versagensfall ermittelt. Bei einer Fügepunktuntersuchung geht es etwas weiter in Detail, wie man erfährt. In diesem Fall hat der Kunde bereits bestimmte Materialpaarungen definiert, die erreicht werden sollen. Entsprechend erwartet er auch eine Empfehlung und konkrete Werte dazu, welche Festigkeitswerte er in diesem Fügepunkt erzielt. Und speziell hinsichtlich dieser Untersuchungen hat die man im Laufe der zurückliegenden Jahre viel Know-how aufgebaut. Im neuen Labor für Blechfügetechnik in Dörzbach, das in die Forschung und Entwicklung eingegliedert ist, stehen dazu verschiedene Versuchsaufbauten zur Verfügung, sowie alle gängigen Anlagen – unter anderem eine Roboterzelle für seriennahe Erprobungen.

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