Europäer bleiben cool

So klappt der Mitarbeiterschutz bei Hitzewellen

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Italien folgt beim Weg aus der Hitze den alten Römern

In Italien reicht die Tradition der Siesta bis ins antike Rom zurück! Damals legten die Menschen zur sogenannten „hora sexta“ – also zur sechsten Stunde nach Sonnenaufgang – eine Pause ein, die meist um die Mittagszeit stattfand. Auch heute noch ist es bekanntlich in vielen kleineren italienischen Städten üblich, dass Geschäfte zwischen 13:00 und 16:00 Uhr zu sind. In Großstädten setzt sich hingegen ein durchgehender Arbeitstag durch. Für viele bleibt die Mittagshitze deshalb ein Gesundheitsrisiko. Und der erste Hitzeschub des Sommers brachte bereits Todesopfer, als etwa ein 47-Jähriger beim Betonieren im Freien zusammenbrach. Einheitliche Schutzmaßnahmen bei Hitze gibt es in Italien noch nicht. Einige Regionen auf dem „Stiefel“ machen so etwas aber in Eigenregie, wobei man sich auf die Website „Wordklimate 2.0“ bezieht. Dort wird anhand von Berechnungen das tägliche Arbeitsrisiko in den Unternehmen – vor allem Baustellen, Steinbrüche und landwirtschaftliche Betriebe – angezeigt. Ist ein Unternehmen rot markiert, muss es die Arbeit zu festgelegten Zeiten einstellen.

Der Türke geht aus der Mittagssonne und trinkt genug

In der Türkei gibt es im Sommer immer wieder Hitzewellen mit Temperaturen von über 40 °C, doch Büros und Krankenhäuser sowie U-Bahnen und Busse sind in der Regel klimatisiert. Und wer auf Baustellen oder in der Landwirtschaft arbeitet, wird dazu aufgerufen, einfach die Mittagssonne zu meiden und ausreichend Wasser zu trinken. Bei sehr starker Hitze schließen gelegentlich die Schulen. Von der Regierung angetriebene Maßnahmen zur Kühlung der Städte, wie etwa Begrünung, um die Temperaturen zu senken, gibt es in der Türkei aber bisher noch nicht. Doch nicht alle von Hitze betroffenen Länder machen gleich Gesetze oder geben Empfehlungen aus ...

Sloweniens freie Gewerkschaften wollen Regeln wie in Frankreich

In Slowenien ist der Schutz für die arbeitende Bevölkerung bei Hitze im Freien aber nicht im Detail geregelt. Die Konföderation der freien Gewerkschaften ZSSS hat aber dafür immerhin Vorschläge unterbreitet. Hingegen gibt es Gesetze für Arbeitsplätze in Innenräumen. Dort darf es nicht wärmer als 28 °C werden. In Kroatien gibt es übrigens keinerlei Gesetze zum Hitzeschutz der Angestellten. Alles bleibt in diesem Fall dem Ermessen der Arbeitgeber überlassen. Das kritisieren aber die Gewerkschaften. Sie verlangen deshalb nach entsprechenden Regeln und favorisieren dabei das französische Vorbild.

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