Automatisierungs-Trio

Liebherr Components automatisiert Sägezentrum mit ABB-Know-how

< zurück

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Säge mit direktem Anschluss an das Lagersystem

Das Sägezentrum ist direkt an das Hochregallager angeschlossen. Das Langgut ist im Lager in Kassetten verstaut. Die Planung des Zuschnittes erfolgt per Optimierungssoftware, die mit dem Roboter vernetzt ist. Die passende Kassette wird dabei ins Sägezentrum geleitet, wo ein Linienlaser erkennt, in welcher Höhe das Material gegriffen und wieder abgelegt werden muss. Ein ABB-Roboter vom Typ IRB 7600 – montiert auf einer 19 Meter langen Verfahrachse vom Typ IRT 710 – nimmt dann den Zuschnitt aus der Säge und legt diese für den Weitertransport auf Paletten ab. Dabei stehen 17 Palettenplätze zur Verfügung. Darauf legt der Roboter Kanthölzer zur Ladungssicherung auf den vorbereiteten Paletten auf und bestückt die Paletten je nach Größe des Zuschnitts. Nach dem Beschnitt geht das Reststück zurück ins Lager. Bisher wurden die übrigen Abschnitte in einem Reststückregal untergebracht. Die smarte Lagerverwaltungssoftware sorgt nun aber dafür, dass auch Reststücke in den Kassetten abgelegt, erfasst und weiterverarbeitet werden können. Die Roboter bestücken die Kassetten aber nicht sortenrein, sondern nutzen den Raum in den Kassetten optimal, was wiederum Platz im Lager spart und Abfälle reduziert.

Sicherheit geht bei Robotern vor Produktivität

Obwohl das Sägezentrum vollautomatisiert arbeitet, hat die Arbeitssicherheit höchste Priorität. Ein hauseigenes Monitoring-Tool von Involon speichert dazu alle relevanten Roboterparameter. Außerdem stattete das Unternehmen die Anlage mit Kameras zur Fernüberwachung aus, wie man weiter erfährt. Zusätzlich sind alle Roboter mit der zertifizierten Sicherheitssoftware Safemove von ABB Robotics ausgestattet. Die Sägeanlage selbst ist von einem Zaun umgeben. Sobald dieser geöffnet wird, stoppen die Roboter automatisch ihre Bewegung. Die Ladezone ist mit einer zweistufigen Lichtschranke abgesichert. So kann eine Säge weiterarbeiten, während bei den anderen Paletten getauscht oder Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Bildergalerie

Lange und schwere Halbzeuge sicher greifen

Eine spezielle Herausforderungen bestand in der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Materials. Denn Stahl ist bekanntlich ein schwer und bei neun Metern Länge oft leicht durchgebogen. Trotz der nötigen Kraft, um die Stahlhalbzeuge zu bewegen, dürfen auf dem Material keine Greiferriefen oder Beschädigungen zurückbleiben. Hinzu komme, dass die Kassetten Störkonturen von lediglich bis zu zwei Millimetern zuließen. Eine präzise Handhabung ist deshalb trotz der Ungenauigkeiten des Materials erfolgsentscheidend. Involon stattet die Roboter deshalb mit Magnetgreifern aus, die das Beschädigungsrisiko minimieren und mit einer hohen Präzision arbeiten.

(ID:50946067)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung