Das war`s erst mal

Ende der VW-Betriebsversammlungen! Ein Fazit ...

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VW ist laut Blume überdimensioniert

Der Ball liegt beim Aufsichtsrat, der nach Medienberichten am 4. September zusammentritt. Dass das Gremium dann schon Nägel mit Köpfen mache, sei aber unwahrscheinlich. Blume selbst hatte gesagt, dass er sein Sparpaket bis zum Jahresende festzurren will. Mindestens ein weiteres Konzept dürfte nach Medienberichten auf dem Tisch des Kontrollgremiums liegen. Es komme von der Arbeitnehmerseite. Widerstand gibt es auch vom Land Niedersachsen, das ein VW-Großaktionär ist. Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) verlangt etwa ein tragfähiges Zukunftskonzept, denn Werksschließungen und massenhafte Entlassungen können nicht die Lösung sein, wie er äußerte. Das Land Niedersachsen prüft außerdem einen Einstieg beim Werk Osnabrück, wo nächstes Jahr die Pkw-Fertigung ausläuft. Blume betont: „Die Lage ist mehr als kritisch! Zwar machen wir Gewinn, aber der Konzern verdient zu wenig, um damit die Zukunft finanzieren zu können.“ Bisherige Einsparungen reichten eben nicht aus. VW sei sozusagen überdimensioniert, was dazu führe, dass vieles oft zu langsam und zu kompliziert vonstatten gehe. Die IG Metall verorte die Verantwortung für die Misere beim VW-Management, das über Jahrzehnte plan- und ideenlos vorgegangen sei. Die Gewerkschaft plant nun für den 21. September einen bundesweiten Aktionstag an Autostandorten.

Das plagt nicht nur Volkswagen derzeit:

Der VW-Konzern kämpft mit hohen Kosten und einem schwierigen Umfeld. Blume machte klar: „Es ist aber keine VW-Krise, sondern eine Krise der gesamten Automobilbranche!“ Auch Mercedes-Benz hat deshalb bereits tausende Jobs gestrichen. Und BMW hat den Abbau von rund 8.000 Jobs weltweit angekündigt. Blume nennt als große Herausforderungen dieser Zeiten die US-Zölle, den Einbruch des chinesischen Marktes mit starkem Preisverfall, geopolitische Konflikte – siehe Persischer Golf, den härteren Wettbewerb in Europa und starke Regulierungen. Die Folge sei, dass in der deutschen Autobranche die Arbeitsplätze schneller als in jeder anderen Industriebranche dahinschmelzen würden. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der deutschen Leitbranche noch 691.500 Menschen beschäftigt, was rund 42.300 weniger waren als ein Jahr zuvor und so wenig wie noch nie, seit Beginn der vergleichbaren Zahlenreihe des Statistischen Bundesamts von 2005. Besonders stark fiel der Stellenabbau bei den Zulieferern aus. Bosch will weltweit bis zu 22.000 Stellen im Zulieferbereich streichen, bei ZF sind es 14.000 in Deutschland. Die Unternehmen müssten sich aus wirtschaftlichen Gründen zunehmend gegen den Standort Deutschland entscheiden, so Hildegard Müller einst, die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie. Als Investitionshemmnisse nennt sie hohe Kosten für Arbeit und Energie, langwierige Verfahren, Bürokratie und eine marode Infrastruktur.

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