Nachhaltigerer Materialkreislauf

Kälte bringt das Kunststoff-Recycling in Fahrt

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Sparsamkeit des Kühlsystems brachte Fördergelder ein

Rymoplast profitiert zudem durch die sogenannte Winterentlastung, wie Technotrans weiter ausführt. Denn das Prinzip sei so simpel wie effektiv: Sobald die Außentemperatur niedriger ist als die geforderte Rücklauftemperatur des Prozesswassers, wird die Kälte nicht mehr aktiv über die Kompressoren erzeugt, sondern passiv über die Außenluft im Freikühler. In unseren Regionen kann man nämlich die Kältemaschinen über viele Monate im Jahr komplett abschalten oder zumindest stark entlasten. Im Vergleich zu einer üblichen Kompressionskälteanlage ohne Freikühlung senke das Technotrans-System so jährlich den Strombedarf in Markranstädt um rund 650 Megawattstunden. Das entspreche einen verringerten CO2-Ausstoß um etwa 480.000 Kilogramm pro Jahr – eine Einsparung von fast 40 Prozent. Wegen dieser guten Werte erhielt Rymoplast deshalb eine Förderung der Investition durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). „Technotrans hat uns dabei mit der Initialberatung Geratrade nicht nur technisch, sondern auch beratend zur Seite gestanden, um die entsprechenden Nachweise für die Förderfähigkeit zu erbringen“, merkt Langenhof dazu an. Die Rohrleitungen wurden beispielsweise speziell isoliert, um thermische Verluste zu minimieren und die Förderkriterien noch sicherer zu erfüllen.

Die Technotrans-Kühlanlage kann bei Bedarf mitwachsen

Für Rymoplast war aber außer der reinen Kühltechnologie auch das Vertrauen in den Partner ausschlaggebend. Ein Besuch im Technotrans-Werk in Meinerzhagen während der Projektierungsphase offenbarte, dass hier nicht nur Komponenten zusammengekauft werden, sondern echte Engineering-Kompetenz dahintersteckt, wie Rymoplast betont. Diese Kompetenz zeigte sich auch in der Flexibilität während des Werkausbaus. Die Anlage konzipierte Technotrans nämlich von Beginn an so, dass sie modular wachsen kann. Während sie zum Start im Jahr 2022 zunächst zwei Extrusionslinien versorgte, erfolgte im Mai 2025 die geplante Erweiterung auf die dritte Linie. Die Anschlüsse und die Steuerung waren aber bereits vorbereitet. Die Integration der zusätzlichen Pumpen und die Anpassung der Leistung verliefen reibungslos, berichtet Langenhof.

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Betriebssicherheit durch Fernwartung und HMI-Touchpanel

Ein wichtiger Baustein für die Betriebssicherheit ist aber auch die Einbindung der Anlage in das digitale Monitoring. Über eine Fernwartungs-Schnittstelle können die Techniker von Technotrans dann bei Bedarf direkt auf die Steuerung zugreifen, Parameter analysieren und Störungen oft beheben, ohne physisch vor Ort sein zu müssen. Gleichzeitig haben die Instandhalter von Rymoplast über ein großes HMI-Touchpanel und gespiegelte Desktops an ihren Arbeitsplätzen jederzeit vollen Einblick in die Parameter Druck, Temperatur und Durchflussmenge. „Für uns ist die Anlage ein absolutes Sorglospaket“, resümiert Langenhof. Man hat nämlich einen Wartungsvertrag abgeschlossen und bezieht sogar die notwendigen Additive für das Kühlwasser direkt über Technotrans, um sicherzugehen, dass die Chemie in doppeltem Sinne stimmt.

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