Hinschauen lohnt sich! Drei „Hidden Champions“ aus Österreich

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

Wenn von erfolgreichen österreichischen Unternehmen die Rede ist, denken viele zunächst an bekannte Namen wie OMV, Erste Group oder Verbund. Doch abseits dieser Schwergewichte existiert eine Gruppe von Firmen, die in ihren jeweiligen Nischen führend sind. Drei davon stellen wir vor.

Österreich verfügt über eine beachtliche Anzahl von Hidden Champions. Wir betrachten drei börsennotierte Firmen.(Bild:  frei lizenziert/Gerd Altmann /  Pixabay)
Österreich verfügt über eine beachtliche Anzahl von Hidden Champions. Wir betrachten drei börsennotierte Firmen.
(Bild: frei lizenziert/Gerd Altmann / Pixabay)

Zahlreiche Hidden Champions – oft familiengeführt – sind bewusst nicht an der Börse. Doch einige dieser Weltmarktführer bieten Privatanlegern die Möglichkeit, an ihrem Erfolg teilzuhaben. Deshalb hat Dr. Reuter Investor Relations drei besonders interessante börsennotierte Vertreter dieser „Zunft“ herausgesucht, die einer nähere Betrachtung Wert sind.

Was sind „Hidden Champions“?

Der Unternehmensberater und Wirtschaftswissenschaftler Hermann Simon prägte für diese besondere Kategorie von Unternehmen bereits in den 1990er-Jahren den Begriff „Hidden Champions“ – versteckte Weltmarktführer. Simon definierte Hidden Champions als Unternehmen, die in ihrer Branche zu den Top 3 weltweit oder Marktführer in Europa sind, einen Jahresumsatz von meist unter fünf Milliarden Dollar erwirtschaften und gleichzeitig der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt sind.

Diese Firmen zeichnen sich durch extreme Spezialisierung, konsequente Internationalisierung und kontinuierliche Innovation aus. Sie dominieren oft hochspezialisierte Nischenmärkte, die für Außenstehende unspektakulär wirken mögen, wirtschaftlich aber von enormer Bedeutung sind. Österreich verfügt über eine beachtliche Anzahl solcher Hidden Champions. Viele davon sind familiengeführt und bewusst nicht an der Börse notiert.

FACC: Leichtbaukomponenten für die Luftfahrt

Die FACC AG mit Hauptsitz in Ried im Innkreis ist ein österreichischer Spezialanbieter, der in einer globalen Nische eine starke Marktstellung einnimmt: Das Unternehmen entwickelt, produziert und wartet Leichtbaukomponenten aus Verbundwerkstoffen für die Luftfahrtindustrie und ist auf allen Airbus-Plattformen von der A220 bis zur A380 vertreten; daneben beliefert es mehrere Boeing-Modelle. Das Produktportfolio umfasst Strukturbauteile, Triebwerkskomponenten und Kabinenausstattungen. Im Segment Business-Jet-Kabinenausstattungen zählt FACC nach eigenen Angaben zu den führenden Anbietern im Mid-Size-Segment weltweit.

Die Kundenliste liest sich wie ein Who's who der Branche: Airbus, Boeing, Comac, Embraer, Bombardier sowie Triebwerkshersteller wie Pratt & Whitney, Rolls-Royce und GE Aerospace setzen auf FACC-Technologie. Trotz dieser internationalen Reichweite ist das Unternehmen außerhalb der Luftfahrtbranche sowie unter Investoren kaum bekannt – das typische Merkmal eines Hidden Champion.

IR-Managerin Tanja Maisenberger weist mit Blick auf die Luftfahrtbranche auf deren hohe Markteintrittsbarrieren hin und sagt: „Unsere Verträge mit den Flugzeugherstellern zeichnen sich durch ihre lange Laufzeit aus und gelten in der Regel so lange, wie die Plattform produziert wird. Ein Wechsel des Technologiepartners gilt als sehr schwierig, ist mit hohen Kosten verbunden und schützt somit gewissermaßen vor Konkurrenz.“

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte FACC einen Konzernumsatz von 984,4 Millionen Euro (+11,3 Prozent), das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 42,3 Millionen Euro (+49,4 Prozent). Alle drei Divisionen schlossen profitabel ab. Der Konzern beschäftigt rund 3.900 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Kroatien, Kanada, Slowakei, China, Indien und den USA.

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