Aufgemerkt! Schleifen sollte als System verstanden werden

Quelle: VDW / Dag Heidecker 5 min Lesedauer

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Die Grindinghub in Stuttgart will vom 5. bis 8. Mai zeigen, dass man nur erfolgreich schleifen kann, wenn Maschine, Messtechnik, Prozess und nicht zuletzt das Werkzeug im Einklang sind ...

Schon nächste Woche, nämlich ab dem 5. bis 8. Mai, ist wieder Grindinghub-Zeit in Stuttgart! Höchste „Eisenbahn“ also für eine weitere Vorabbericht zu dem, was die Experten aus der Schleiftechnik dort vorstellen werden ...(Bild:  VDW)
Schon nächste Woche, nämlich ab dem 5. bis 8. Mai, ist wieder Grindinghub-Zeit in Stuttgart! Höchste „Eisenbahn“ also für eine weitere Vorabbericht zu dem, was die Experten aus der Schleiftechnik dort vorstellen werden ...
(Bild: VDW)

Für die hochgenaue Bauteilbearbeitung oder anspruchsvolle Oberflächenergebnisse kommt oft das Schleifen zum Einsatz. Dafür wird das Zusammenspiel aus Maschine, Messtechnik, Know-how und Werkzeugen immer entscheidender für wirtschaftlichen Erfolg. Gezielte Entwicklungen für spezifische Anwendungen – beispielsweise zur Bearbeitung von Bremsscheiben oder Gussteilen, sorgen für weitere Effizienzgewinne. Dabei übernimmt die Messtechnik in modernen Schleifmaschinen wesentliche Aufgaben, damit die gewünschte Werkstückqualität gewährleistet ist. Das reicht bis hin zur geometrischen Rückführung der Daten für den Qualitätsregelkreis. Last but not least gilt es, die im Gesamtsystem zum Einsatz kommenden Präzisionswerkzeuge optimal in Form zu bringen. Insofern kommt dem Werkzeugschleifen eine besondere Bedeutung zu – plus die verlässliche Versorgung für zuverlässige Prozesse.

Präzision schafft kein einzelner Aspekt allein

Wenn es um enge Formtoleranzen und hochpräzise Oberflächen geht, ist das Schleifen sicherlich eine Schlüsseltechnik der Fertigungswelt. Entscheidend für stabile und wirtschaftliche Prozesse ist aber nicht allein das Verfahren, sondern, wie oben schon gesagt, das präzise Zusammenspiel von Maschine, Werkzeug, Prozesswissen und Messtechnik – insbesondere bei anspruchsvollen Werkstücken, wie etwa Bremsscheiben. Denn diese reagieren äußerst sensibel auf mechanische und thermische Belastungen. Zu hohe Prozesskräfte führen schnell zum Bauteilverzug und damit zu Abweichungen in puncto Planlauf und Parallelität. Das Ziel moderner Schleifprozesse ist es deshalb, den Materialabtrag möglichst schonend und gleichzeitig reproduzierbar zu machen.

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Nagel Technologies reduziert die Prozesskräfte

Ein Ansatz, der sich hier bewährt hat, ist die konsequente Betrachtung der gesamten Prozesskette. Beschichten und Schleifen werden dazu als integrierter Prozess ausgelegt, während Maschinen, Schleifwerkzeuge und Schneidmittel exakt aufeinander abgestimmt sind. Dafür steht etwa Nagel Technologies aus Nürtingen, wo man die Verantwortung für den gesamten Bearbeitungsprozess übernimmt. „Beim Schleifen geht es heute nicht mehr nur um den eigentlichen Materialabtrag, sondern um das kontrollierte Zusammenspiel aller Prozesskomponenten“, erklärt dazu Andreas Schmohl, Geschäftsführer von Elgan Diamantwerkzeuge und Geschäftsfeldleiter in Sachen Superfinishen bei Nagel Technologies. Sein Ziel ist es, die Prozesskräfte so gering wie möglich zu halten, um Verformungen zu vermeiden und höchste Präzision zu erreichen.

Eine Maschine schleift Pkw- und Lkw-Bremsscheiben

Technisch basiert das auf dem Doppelplanschleifen. Dabei werden beide Seiten der Bremsscheibe gleichzeitig bearbeitet. Die gleichmäßige Lastverteilung reduziert lokale Kraftspitzen und stellt stabile Prozesse mit hoher Qualität über die gesamte Standzeit der übrigens selbst schärfenden Schleifsegmente sicher. Für Kunden wurden bereits rund 40.000 beschichtete Bremsscheiben in etwa 300 Varianten im Vorserien- und Prototypenbereich bearbeitet. Auf einer Maschine lassen sich sowohl Pkw- als auch Lkw-Bremsscheiben fertigen, was ebenso für beschichtete Graugussbremsscheiben als auch für keramische Varianten gilt, bei denen lediglich das Schneidmittel gewechselt werden muss. So wird Schleifen zunehmend zu einer integrierten Prozesstechnik. Zu erleben ist das natürlich auf der Grindinghub.

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