Interviewreihe „Hidden Champions“
„Wir überlegen uns genau, welche Produktionsschritte in Österreich bleiben“

Das Gespräch führte Melanie Krauß 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Geislinger-Geschäftsführer Torsten Philipp verrät im Interview, wie seine Vision für den Standort Österreich aussieht und was wir uns von China abschauen sollten.

Torsten Philipp ist Geschäftsführer der Geislinger GmbH. Das österreichische Familienunternehmenwird mittlerweile bereits in vierter Generation geführt. Geislinger produziert unter anderemmaßgeschneiderte Kupplungen, Dämpfer, Wellen und Antriebsstranglösungen. Bei einemJahresumsatz von zuletzt 141,4 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2024/2025) beschäftigt das Unternehmenrund 900 Mitarbeiter in fünf Ländern.(Bild:  Florian Stuerzenbaum)
Torsten Philipp ist Geschäftsführer der Geislinger GmbH. Das österreichische Familienunternehmenwird mittlerweile bereits in vierter Generation geführt. Geislinger produziert unter anderemmaßgeschneiderte Kupplungen, Dämpfer, Wellen und Antriebsstranglösungen. Bei einemJahresumsatz von zuletzt 141,4 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2024/2025) beschäftigt das Unternehmenrund 900 Mitarbeiter in fünf Ländern.
(Bild: Florian Stuerzenbaum)

MM Maschinenmarkt: Herr Philipp, der Begriff „Hidden Champion“ wird häufig verwendet, um Unternehmen wie Ihres zu beschreiben. Was verstehen Sie unter einem „Hidden Champion“, und identifiziert sich Geislinger mit diesem Begriff?

Torsten Philipp: Der Begriff „Hidden Champion“ ist durchaus komplex und ein wenig problematisch für mich. Ein Hidden Champion ist klassischerweise ein Marktführer mit einer bedeutenden Marktstellung in einem Bereich, der in der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Im Gegensatz zu prominenten Beispielen, etwa BMW, deren Produkte für die breite Masse greifbar und sichtbar sind, operieren Hidden Champions oft in Sektoren, die entweder unbekannt sind oder keinen direkten Bezug zum Alltag der Menschen haben.