Zweite Heimat

Familiäre Fakuma kam auch 2024 gut an

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Kunststoffler setzen auf Digitalisierung

Der hochspezialisierten Experten-Community wurden in diesem Jahr viele attraktive Highlights im Rahmen des Messeprogramms geboten, wie Schall zurückblickt. Zunächst fand die zweite Auflage des „Round Table zur Fakuma“ am Nachmittag des ersten Messetages statt. Diesmal lief er unter der Überschrift „Digitalisierung – Top oder Flop?“ Zur ausgewählten Expertenrunde gehörten Prof. Dr. Michael Braungart, Gründer und wissenschaftlicher Geschäftsführer von Braungart Epea, Miranda Burtscher, Head of Corporate Operations Controlling bei Alpla, Guido Frohnhaus, Geschäftsführer Technik bei Arburg, Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres vom Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik der Leibniz Universität Hannover sowie Prof. Dr.-Ing. Thomas Seul von der Hochschule Schmalkalden. Die Kenner der Szene haben unter der Moderation von Dipl.-Ing. Markus Lüling, Chefredakteur K-Profi, diskutiert, inwieweit die Digitalisierung in den Bereichen Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel Chancen bietet. Das klare Fazit der prominenten Runde war, dass die Digitalisierung top ist! Sie sei notwendig! Sie gilt als ein gutes Werkzeug für Effektivität. Und aus der Effektivität folgt mehr Effizienz, betonte Seul. Es gebe genügend Beispiele aus vielen Bereichen, dass Digitalisierung die Kunststoffverarbeitung weitergebracht habe.

Erst optimieren, dann digitalisieren!

Ebenfalls für „Top“ plädierte Hans-Josef Endres, denn Digitalisierung bietet viele Chancen und konkrete Erleichterungen in der gesamten Prozesskette. Beispielsweise, um den Werdegang von Material transparent zu machen, indem Materialdaten gesammelt und genutzt werden, um Stoffe wiederverwenden zu können. Und Michael Braungart betonte, dass erst die Digitalisierung die Voraussetzung für Kreisläufe schafft. Allerdings dürfe nicht das Absurde digitalisiert werden. „Man darf nicht auf das Falsche aufsetzen“, mahnt Braungart. Es gelte, immer zuerst zu schauen, was man digitalisieren will. Die Expertenrunde war sich jedenfalls darin einig, dass Abläufe zuerst vereinfacht und verbessert und dann digitalisiert werden sollten. Nur so sei Digitalisierung auch sinnvoll und wirksam. Auf ein Handlungsfeld wies Miranda Burtscher hin: „Digitalisierung bedeute auch viele Daten, die die Nutzung entsprechender Analysetools erfordern. Hierfür seien allerdings die Schnittstellen zunächst zu einer einheitlichen Sprache zu bringen, sonst scheitere die Vernetzung.“

Kunststoffwelt sucht Nachwuchskräfte

Das besondere Schmankerl war in diesem Jahr der Karriere-Freitag, findet Schall. Messeveranstalter, Ausstellerbeirat und Aussteller hatten nämlich eine Kampagne für Schüler, Studenten und Berufseinsteiger unter dem Motto „Mold your dreams, mold your future“ organisiert. Ihr Ziel war es, junge Menschen über Karrieremöglichkeiten in der Kunststoffbranche zu informieren und zugleich Wissen über Kunststoff zu vermitteln. Die Kampagne fand überaus großen Anklang, sagen die Macher. Denn viele Aussteller organisierten Fahrmöglichkeiten, Aktionen, Touren über die Messestände sowie Einblicke hinter die Kulissen der Kunststoffverarbeitung. Über 400 junge Interessierte haben diese Chance wahrgenommen und sich den unterschiedlichen Guided Tours angeschlossen. „Der Karriere-Freitag war ein Highlight in der Messegeschichte der Fakuma“, resümiert Dr. Christoph Schumacher begeistert. Auch Michael Wittmann lobte die Initiative: „Das war eine tolle Chance für junge Menschen, unsere Branche kennenzulernen.“

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