Auch das geht ...

Start-up macht aus alten Akkus von E-Scootern Industriestromspeicher

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Alte Akkus haben oft noch mehr drauf als vermutet

Eine positive Überraschung, wie man erfahren darf, hielten schon die ersten 350 getesteten Akkus für die Jungunternehmer parat: Denn die waren in einem deutlich besseren Zustand als erwartet. Während man mit einer verbleibenden Kapazität (State of Health) von 80 Prozent für alte Batterien kalkuliert hatten, wiesen diese aber eine durchschnittliche Restkapazität von teilweise weit über 90 Prozent auf. In stationären Speichern, wo sie im Gegensatz zu ihrem ersten Leben weniger Erschütterungen oder Temperaturwechseln ausgesetzt seien, könnten diese Akkus demnach noch einige Jahre lang ihren Zweck erfüllen. Über ein Monitoring werden die Batteriemodule durch das Start-up dann sogar aus der Ferne überwacht. Wenn sie dann ihr Lebensende erreichen, werden die Batteriemodule einzeln ausgetauscht, was auch im laufenden Batteriebetrieb möglich ist, wie man betont. Anschließend gehen die endgültig ausgedienten E-Akkus ins Recycling, das von Partnerunternehmen erledigt wird.

Die nächsten Alt-Akku-Speicher werden viel größer

Im Vergleich zu marktüblichen Stromspeichern werde so aus einem scheinbaren Nachteil ein technischer Vorteil! Denn der einzelne Modultausch mache es möglich, die Kapazität des Speichers auch nach zehn Jahren konstant bei 70 Kilowattstunden zu halten. Wegen der Batterie-Degradation garantieren übliche Hersteller standardmäßig nach dieser Zeit sonst nur noch 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität. Mit den nächsten Schritten möchte man die Größe der Speicher auf bis zu 300 Kilowattstunden erweitern, wie die Protagonisten anmerken. Auch suche man nach weiteren Pilotkunden regionaler Gewerbebetriebe, die den Speicher durch die bereits bewilligte Landesförderung „Mittelstand trifft Start-ups“ zu 50 Prozent gefördert bekommen können. Förderung erhält „EDENenergy“ etwa durch das Leistungszentrum Nachhaltigkeit und durch die Landesförderung für innovative Start-ups „BW Pre-Seed“, in dessen Rahmen der „JobRad“-Gründer Ulrich Prediger der erste Investor des Unternehmens ist.

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