Nötige Einschnitte Neues Sparprogramm kostet viele Stellen und fünf Schaeffler-Standorte

Quelle: Schaeffler 5 min Lesedauer

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Nach Abschluss der im November 2024 bekanntgegebenen Strukturmaßnahmen sowie von 1.800 Altersteilzeitverträgen, hat Schaeffler beschlossen, ein weiteres Ergebnisverbesserungsprogramm zu starten ...

Bittere Verbesserungspille! Schaeffler muss, um sich für die Zukunft zu wappnen, ein neues Sparprogramm vom Stapel laufen lassen. Leider heißt das auch, dass noch mehr Jobs wegfallen und allein in Deutschland vier Standorte geschlossen werden ...(Bild:  Schaeffler)
Bittere Verbesserungspille! Schaeffler muss, um sich für die Zukunft zu wappnen, ein neues Sparprogramm vom Stapel laufen lassen. Leider heißt das auch, dass noch mehr Jobs wegfallen und allein in Deutschland vier Standorte geschlossen werden ...
(Bild: Schaeffler)

Mit einem neuen Sparprogramm, um sein Ergebnis zu verbessern, reagiert Schaeffler, wie es heißt, auf das anhaltend herausfordernde Umfeld im Automobilgeschäft. Denn das ist insgesamt durch rückläufige Marktentwicklung und zunehmende Wettbewerbsintensität durch eine abgeschwächte Nachfrage im Geschäft mit Verbrennerfahrzeugen und durch einen verzögerten Hochlauf der Elektromobilität gekennzeichnet. Hinzu kämen die überdurchschnittlich hohen Personalkosten pro Kopf in Deutschland und die hohe Komplexität der Organisation mit zu vielen Führungsebenen und zu geringen Führungsspannen. Im Zuge der Umsetzung des neuen Programms sollen laut Schaeffler netto insgesamt 3.460 Stellen in der Region Europa abgebaut werden. Davon entfallen rund 2.660 Stellen auf Deutschland. Rund 50 Prozent betreffen den Produktionssektor, 30 Prozent den Bereich Forschung und Entwicklung und 20 Prozent weitere, nicht präzisierte Funktionsbereiche. Vom Abbau sind übrigens 16 Standorte in der Region Europa betroffen. Fünf Standorte – davon vier in Deutschland – sollen perspektivisch geschlossen werden. Dazu gehören das Werk in Dortmund mit aktuell 430 Beschäftigten sowie der Standort Morbach mit 160 Mitarbeitern, die beide zur Sparte Powertrain & Chassis gehören und Produkte für Verbrennungsmotoren herstellen, wie man erfährt. Auch planen die Herzogenauracher, die Aktivitäten am Standort Berlin mit aktuell etwa 270 Beschäftigten einzustellen und den Standort Schwalbach aufzugeben. Ein Großteil der rund 385 Beschäftigten soll an den Standort in Frankfurt wechseln. Insgesamt sind davon rund 190 Stellen betroffen.

Rund 18 Prozent der Schaeffler-Jobs wird es nicht mehr geben

Darüber hinaus ist vorgesehen, die Aktivitäten im Werkzeugbau am Standort Höchstadt einzustellen und im Sondermaschinenbau an den Standorten Erlangen und Schweinfurt Anpassungen vorzunehmen, was nicht näher erklärt wird. Ferner sind Kapazitäts- und Strukturanpassungen an weiteren Standorten in Deutschland – darunter Herzogenaurach, Bühl, Höchstadt, Nürnberg und Regensburg – geplant, wie es weiter heißt. Außerhalb Deutschlands sollen die Produktions- und Entwicklungskapazitäten an den französischen Standorten Haguenau und Toulouse sowie an den Standorten Skalica und Kysuce in der Slowakei von Anpassungen betroffen sein. Der Produktionsstandort Herstal in Belgien (etwa 15 Mitarbeiter) ist Geschichte. Detaillierte Informationen zu den Planungen an den jeweiligen Standorten werden im Rahmen lokaler Mitarbeiterversammlungen vorgestellt, wie Schaeffler sagt. Der geplante Abbau von 2.660 Stellen in Deutschland bedeutet, dass, bezogen auf die Stammbelegschaft, zu der zum 30. September 2026 31.957 Personen gehörten, rund neun Prozent der vorhandenen Stellen bis 2028 abgebaut werden. Beziehe man den aus Altprogrammen und den bereits unterzeichneten 1.800 Altersteilzeitverträgen resultierenden Stellenabbau mit ein, erhöhe sich der oben genannte Prozentsatz auf rund 18 Prozent.

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