22. Composites-Markterhebung Composite-Branche blickt etwas optimistischer in die Zukunft

Quelle: Composites Germany 5 min Lesedauer

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Zum 22. Mal hat Composites Germany aktuelle Kennzahlen zum Markt für faserverstärkte Kunststoffe erhoben. Befragt wurden alle Mitglieder der Trägerverbände AVK und Composites United sowie des VDMA.

Composites Germany liefert erneut eine Marktanalyse für faserverstärkte Kunststoffe. Es ist bereits die 22. Markterhebung. Das Bild, das die aktuelle Befragung zeigt, ist von negativen und positiven Einschätzungen geprägt. Die Branche hat auf jeden Fall noch zu kämpfen ...(Bild:  I. Kebana)
Composites Germany liefert erneut eine Marktanalyse für faserverstärkte Kunststoffe. Es ist bereits die 22. Markterhebung. Das Bild, das die aktuelle Befragung zeigt, ist von negativen und positiven Einschätzungen geprägt. Die Branche hat auf jeden Fall noch zu kämpfen ...
(Bild: I. Kebana)

Um bei der aktuellen Befragung, die sich auf das 2. Halbjahr 2023 bezieht, die Vergleichbarkeit mit den vergangenen Markterhebungen zu gewährleisten, gab es keine wesentlichen Änderungen, schickt Composites Germany voraus. Was man vorab sagen kann, ist, dass vor allem deutsche Composite-Unternehmen die Situation als negativ einstufen. Nun aber schon zum ersten Blick auf das Composite-Geschehen:

1. Composite-Player bewerten die allgemeine Lage als kritisch

Nachdem bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage in 2021 noch durchwegs positive Tendenzen das Bild dominierten, änderte sich das seit 2022 ins Negative. Auch in der aktuellen Befragung ist weiterhin keine Trendumkehr festzustellen. (Diagramm 1). Die Gründe für die negative Stimmung seien auch vielfältig und zeigten sich bereits in der letzten Erhebung. Derzeit scheint es der Politik offensichtlich nicht zu gelingen, mit entsprechenden Maßnahmen ein für die Industrie positiveres Umfeld zu schaffen. Insgesamt ist das Marktumfeld vor allem für Deutschland – aber auch für ganz Europa – derzeit ein schwieriges, wie herauskam.

Diagramm 1: Verlauf der Bewertung der generellen Geschäftslage im Composite-Bereich.(Bild:  Composites Germany)
Diagramm 1: Verlauf der Bewertung der generellen Geschäftslage im Composite-Bereich.
(Bild: Composites Germany)

Energie- und Rohstoffpreise plagen Composite-Unternehmen

Die Haupttreiber der schwierigen Situation dürften vor allem aber die nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise sein, wie die Experten sagen. Hinzu kämen weiterhin Probleme in einzelnen Bereichen der Logistikketten. Diese bestehen beispielsweise auf einzelnen Handels- respektive Containerruten sowie durch ein zurückhaltendes Konsumklima. Eine Verlangsamung des Welthandels und Unsicherheiten im politischen Bereich befeuern derzeit die negative Stimmung im Markt. Trotz steigender Zulassungszahlen ist auch die Automobilindustrie als wichtigster Anwendungsbereich für Composites noch nicht auf ihr altes Volumen zurückgekehrt. Die Bauindustrie als zweiter zentraler Anwendungsbereich steckt derzeit in einer Krise.

Privater und öffentlicher Bausektor sind im Sinkflug

Zwar sind die Auftragsbücher noch gut gefüllt, aber Neuaufträge bleiben vielfach aus, wie es weiter heißt. Hohe Zinsen und Materialkosten bei gleichzeitig hohen Lebenshaltungskosten belasten vor allem den privaten Bau stark. Aber auch der öffentliche Bau könne die selbst gesteckten Ziele momentan nicht erreichen. Laut dem ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) bleiben die Prognosen in diesem wichtigen Bereich düster: Der Rückgang der Baukonjunktur setzt sich weiter fort. Der Umsatz wird in diesem Jahr real um 5,3 Prozent zurückgehen und im kommenden Jahr gehen wir von weiteren minus 3 Prozent aus. Verantwortlich für das Minus bleibt der Wohnungsbau, der in diesem Jahr real um 11 Prozent einbricht und 2024 mit -13 Prozent seinen Sinkflug fortsetzt.

Fast die Hälfte der Composite-Unternehmen ist pessimistisch

Aber nicht nur die Bewertung der generellen Geschäftslage bleibt pessimistisch. Auch die Situation der eigenen Unternehmen wird weiterhin kritisch bewertet. Vor allem für Deutschland zeigt sich ein negatives Bild. Fast 50 Prozent der Befragten bewerten die aktuelle Geschäftslage in Deutschland kritisch. Etwas positiver fällt die Sichtweise auf das weltweite Geschäft und Europa aus. Hier bewerten „nur“ 40 Prozent respektive 35 Prozent der Befragten die Situation als eher negativ.

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