Mauern gegen Klimawandel Yaskawa-Cobot baut Lavasteinmauern mit CO2-Bindungseffekt

Quelle: Dr.-Ing. Christopher Schneider, Cobot Business Coordinator EMEA, Robotic Division, Yaskawa Europe 4 min Lesedauer

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Beim Start-up Rockfarm baut ein Cobot nachhaltige Natursteinmauern aus CO2 -bindendem Lavagestein – genauer gesagt, mit einem Yaskawa-Cobot HC10DTP.

Mauern – und zwar klimafreundliche Mauern aus Lavagestein – baut jetzt ein vor Staub und Spritzgwasser geschützter Cobot des Typs HC10DTP von Yaskaw für das Unternehmen Rockfarm. Erfahren Sie hier, was das Ganze soll, und warum es genau dieser Roboter sein muss ...(Bild:  Independent light)
Mauern – und zwar klimafreundliche Mauern aus Lavagestein – baut jetzt ein vor Staub und Spritzgwasser geschützter Cobot des Typs HC10DTP von Yaskaw für das Unternehmen Rockfarm. Erfahren Sie hier, was das Ganze soll, und warum es genau dieser Roboter sein muss ...
(Bild: Independent light)

Unter dem Markennamen Rockfarm bauen Gründer Tobias Brett und seine Mitstreiter Mauern aus einem ganz besonderen Material, nämlich aus Vulkan- beziehungsweise Lavagestein. Dieses bindet durch beschleunigte Gesteinsverwitterung klimaschädliches Kohlendioxid aus der Umgebungsluft, oder auch aus dem Abgas chemischer Prozesse. Das Gestein speichert das Gas langfristig, indem es das Gas zunächst löst und dann im Gestein mineralisiert, wie Brett erklärt. Die Innovation von Rockfarm kommt dabei von der Materialeingangsseite, wobei das Gas speichernde Gestein vermahlen wird, wie es weiter heißt. Die dadurch stark vergrößerte Oberfläche beschleunigt den Prozess erheblich. Außerdem könne das Gesteinsmehl regelmäßig ausgetauscht werden. In der Mauer lagert das Gesteinsmehl über ein Jahr hinweg in zahlreichen Reaktionskammern. Diese werden feucht gehalten und abwechselnd sauer und basisch eingestellt, um die Gesteinsverwitterung weiter zu beschleunigen. Die Steuerung erfolgt dabei über eine innovative Dachstruktur, die in einem endlosen 3D-Druckverfahren hergestellt wird. Sie beinhaltet mechatronische Baugruppen, die die Verwitterung des Gesteinsmehls steuern können.

Anspruchsvolle Mauerarbeit ist nur per Cobot prozesssicher machbar

Über die innovative Nutzung der beschleunigten Gesteinsverwitterung hinaus zeichnet sich das Rockfarm-Konzept noch durch eine zweite Besonderheit aus. Denn die teilweise viele hundert Meter langen Speichermauern werden nicht manuell aufgemauert, sondern, wie oben schon erwähnt, automatisiert per Roboter. Das dafür notwendige Know-how haben sich die Entwickler um Brett schon zuvor mit dem Bau konventioneller Natursteinmauern angeeignet. Generell ging es ihnen dabei darum, ein möglichst günstiges Verfahren mit einer möglichst hohen Qualität bei der Verarbeitung zu verbinden, damit die Mauer sowohl marktfähig ist als auch viele Jahre lang stabil steht. Im Speziellen waren besondere Kompetenzen bei der Konstruktion der Roboterperipherie gefragt. Denn die geforderten Prozesszeiten beim Mauerbau können nur mit einem Multifunktionswerkzeug erreicht werden, weil gleich drei völlig unterschiedliche Aufgaben beim Mauerbau ausgeführt werden müssen. Gelöst wurde das mit einer Eigenentwicklung aus dem 3D-Drucker. Nicht weniger anspruchsvoll gestaltete sich auch die Suche nach dem eigentlichen Robotersystem. Weil beim automatisierten Handling von Naturmaterialien immer wieder kleinere Störungen im Prozess auftreten können, die den Eingriff eines Menschen notwendig machen, war eine kollaborativer Roboter (Cobot) von Anfang auf der Suchliste.

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