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Vorzeitiges Ende für Aurubis-Vorstände

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Milliardeninvestitionen sollen es nun richten ...

Der Wirbel komme auch noch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn Aurubis stecke gerade viel Geld in den Ausbau der Geschäfte, was wegen der Komplexität die volle Aufmerksamkeit des Managements fordere. Aktuell sind rund 1,7 Milliarden Euro Investitionen für strategische Projekte genehmigt. Das Unternehmen betont, dass die strategische Ausrichtung und die Umsetzung der strategischen Wachstumsinitiativen unverändert weiterverfolgt werden. Analysten hatten aber darauf hingewiesen, dass sich die Frage stellt, wer die Projekte leiten soll und was sich beim Konzern ändern wird. Angesichts der Historie der Managementwechsel sieht man die jüngsten Entwicklungen als Last auf den Aktien. Damit dürfte man auf den Vorgänger von Harings anspielen – Jürgen Schachler. Denn dieser war 2019 kurz vor dem ohnehin geplanten Weggang freigestellt worden. Zudem hatte Aurubis damals ein großes Investitionsprojekt wegen ausufernder Kosten abgeblasen.

Recyclingwerk in den USA soll viele Millionen bringen

Ende 2026 soll in Hamburg aber eine neue Anlage zur Verarbeitung von Edelmetallen anlaufen, wie es heißt. Die Investitionssumme beträgt rund 330 Millionen Euro. Hinzu kämen weitere Projekte in der Hansestadt sowie in Bulgarien.

Ein besonders großes Vorhaben ist auch der laufende Bau eines Recyclingwerkes in Richmond in den USA mit dem Aurubis vom Recycling-Boom dort profitieren will. Die Produktion soll noch in diesem Jahr starten. Von all den Projekten verspricht sich das Unternehmen in den kommenden drei bis fünf Jahren einen zusätzlichen Beitrag zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von insgesamt etwa 260 Millionen Euro pro Jahr. Allein Richmond soll rund 170 Millionen beisteuern. Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielten die Hamburg ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 557 Millionen Euro. Davon würde dann auch Salzgitter durch womöglich höhere Dividendenzahlungen profitieren. Der Stahlkonzern hält nämlich 30 Prozent an Aurubis.

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