Stahlproduktion Voestalpine mit weiteren Ausbauplänen für Greentec Steel

Quelle: Pressemitteilung Voestalpine 2 min Lesedauer

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Die Voestalpine nimmt in Donawitz in knapp einem Jahr wie geplant eine Elektrolichtbogen-Ofenanlage in Betrieb und kombiniert so die grünstrombetriebene Elektrostahlproduktion mit dem Hochofen-Verfahren. Dadurch kann bis 2029 bereits ein Hochofen stillgelegt werden. Die neue Anlage soll bis 2030 weiter ausgebaut werden.

Nächstes Jahr geht die Elektrolichtbogen-Ofenanlage bei Voestalpine in Donawitz in Betrieb – im Zeit- und Kostenplan.(Bild:  Regine Schoettl)
Nächstes Jahr geht die Elektrolichtbogen-Ofenanlage bei Voestalpine in Donawitz in Betrieb – im Zeit- und Kostenplan.
(Bild: Regine Schoettl)

Der nächste Ausbauschritt ermöglicht dem Stahl- und Technologiekonzern, der weltweit als Umweltbenchmark seiner Branche gilt, ab 2030 in Donawitz mehr als 90 Prozent seiner CO2-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2019 einzusparen. „Wir setzen mit Greentec Steel weltweit neue Maßstäbe in der nächsten Generation der Stahlproduktion. Wir sind zeitlich und budgetär im Plan und werden an unserem Standort Donawitz den nächsten Ausbauschritt bis 2030 umsetzen. So beabsichtigen wir ab 2030 mit deutlich geringeren CO2-Emissionen Stahl zu produzieren“, sagt Herbert Eibensteiner, CEO der Voestalpine AG. Die Voestalpine sieht bereits eine steigende Nachfrage durch Kunden der internationalen Bahnindustrie nach ihren CO2-reduzierten Stahlprodukten.

Erweiterung der Produktionskapazitäten für CO2-reduzierten Stahl

Die im Bau befindliche Elektrolichtbogenofenanlage (EAF) kann ab 2027 jährlich rund 850.000 Tonnen CO2-reduzierten Stahl produzieren. Mit der Erweiterung wird die Produktionskapazität bis 2030 auf bis zu 1,5 Mio. Tonnen CO2-reduzierten Stahl pro Jahr erhöht.

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Die vom Aufsichtsrat der Voestalpine AG bereits freigegebene Investitionssumme für den Kapazitätsausbau beträgt rund 100 Mio. EUR und soll u. a. für den weiteren Ausbau der Stromversorgung, der Errichtung einer dritten Sekundärmetallurgie-Linie und für die Erweiterung der Schrottlogistik erfolgen. Bis zu Beginn des Ausbaus sind noch offene Förderfragen zu klären.

Durch die Technologieumstellung werden künftig die beiden Hochöfen und die Sinteranlage außer Betrieb genommen. In den nächsten drei Jahren werden dafür Jobs im neuen Stahlwerk geschaffen. Zusätzlich werden weitere interne oder konzernweite Joboptionen entstehen. „Diese Transformation sichert indirekt die mehr als 5.000 Arbeitsplätze an den steirischen Standorten der Metal Engineering Division ab“, so Eibensteiner.

Meilensteine Greentec Steel

  • ab 2027: Je ein Elektrolichtbogenofen (EAF) in Linz und Donawitz, Investitionssumme 1,5 Mrd. EUR
  • bis 2029: Reduktion der CO2-Emissionen um 30 % (Scope-1- und Scope-2-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2019)
  • ab 2030: Weitere Ablöse von je einem Hochofen in Linz und Donawitz
  • bis 2050: Ziel: Net-Zero-CO2-Emissionen

Greentec Steel ist Österreichs größtes Klimaschutzprogramm

Die Voestalpine hat mit Greentec Steel eine klare Strategie: Die Integration der grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenöfen in die Stahlproduktion ermöglicht es in einem ersten Schritt, CO2-intensive Prozesse zu elektrifizieren und so im Konzern bis 2029 bis zu 30 Prozent an CO2-Emissionen gegenüber 2019 einzusparen. Das entspricht einer Einsparung von fast 4 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr und somit fast 5 Prozent der CO2-Emissionen Österreichs. Greentec Steel ist damit nach eigenen Angaben das größte Klimaschutzprogramm des Landes. Das Investitionsvolumen beträgt für den ersten Schritt unverändert rund 1,5 Mrd. Euro.

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