Obst macht Kunststoff Orangenöl ersetzt Erdöl bei Epoxidharz

Quelle: SKZ 3 min Lesedauer

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Das SKZ aus Würzburg melden den erfolgreichen Abschluss des Projekts „OrangeOil“. Dabei ging es um nachhaltige Epoxidharzsysteme. Folgendes kam dabei heraus ...

Die Orangenschale ist der Schlüssel für innovatives, nachhaltiges Bio-Epoxidharz. Dass das klappt, hat das SKZ aus Würzburg mit Partnern im Projekt „OrangeOil“ bewiesen. Hier erklären die Beteiligten, was sie gemacht haben ...(Bild:  SKZ)
Die Orangenschale ist der Schlüssel für innovatives, nachhaltiges Bio-Epoxidharz. Dass das klappt, hat das SKZ aus Würzburg mit Partnern im Projekt „OrangeOil“ bewiesen. Hier erklären die Beteiligten, was sie gemacht haben ...
(Bild: SKZ)

Orangenschalen liefern wertvolle biobasierte Epoxidharze und können eine nachhaltige Alternative sein, um den Einsatz von auf Erdöl basierender Polymere zu verringen, wie das Kunststoff-Zentrum SKZ sagt. Das Vorzeigeprojekt für Bioökonomie mit den Projektpartnern Fraunhofer IMWS und Türbitak Marmara Research Center wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Hintergrund der Forschungen war einmal mehr die Tatsache, dass natürliche Ressourcen begrenzt sind. Die Bemühungen zum Schutz des Klimas und der Umwelt führen deshalb zu einer erhöhten Nachfrage nach Alternativen. In puncto Polymere, die bisher aus Erdöl gewonnen werden, wurde das Forschungsvorhaben „OrangeOil“, das sich auf die Herstellung von umweltfreundlichen Epoxidharzsystemen und -formulierungen aus nachwachsenden Rohstoffen konzentrierte, durchgeführt.

Orangenöl macht Epoxidharzsysteme nachhaltig

Das genaue Ziel des Projekts war es, 2-Komponenten-Epoxidharzsysteme zu entwickeln, die sowohl aus einer Epoxidharzkomponente als auch aus einer Härterkomponente bestehen. Das Besondere: die Epoxidharzkomponente wurde aus Terpenen gewonnen, die aus Orangenschalen stammen. Orangenöl ist das am meisten produzierte ätherische Öl mit einem der höchsten Wachstumspotenziale auf dem Weltmarkt. Die jährlichen Wachstumsraten liegen bei rund zehn Prozent. Gewonnen wird es durch Kaltpressen der reifen Fruchtschalen. Natürliche Öle und ihre Gewinnung aus organischen Abfällen und Produktionsrückständen (etwa bei der Herstellung von Orangensaft oder Marmelade) sind für die chemische Industrie besonders interessant.

Natürliche Öle machen Verbundwerkstoffe leistungsfähiger

Im Verlaufe des Projektes hat das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) zwei schnell warmhärtende Härtervarianten sowie drei langsam kalthärtende Varianten mit einem Bioanteil von über 90 Prozent entwickelt. Diese Varianten böten eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Epoxidharzsystemen. Das Tübitak MAM, ein führendes Institut für wissenschaftliche Forschung in der Türkei, hat sich währenddessen auf die Extraktion und Reinigung der Orangenöle konzentriert. Eine Mischung mit der Integration von Limonenepoxid und Limonendioxid in Leinölepoxid in einem Anteil von maximal 25 Prozent zeigte signifikante Auswirkungen auf die Temperaturentwicklung während des Aushärtungsprozesses sowie auf die Aushärtezeit, wie man herausfand. Diese natürlichen Öle bieten nicht nur eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Lösungsmitteln, sondern verleihen den Verbundwerkstoffen auch eine einzigartige Zusammensetzung und Leistungsfähigkeit.

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