Klebriger Knutschkatalysator

Münchener Forscher machen aus Mistelbeeren Superkleber

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Neuer Mistelkleber hält sehr niedrige Temperaturen aus

Der Klebstoff hält einerseits seine Festigkeit bei extrem kalten Temperaturen von bis zu minus 150 Grad und lässt sich gleichzeitig durch Erhitzung wieder lösen und bei rund 90 Grad reaktivieren. Nach Einschätzung der TUM-Forscher könnte das etwa langfristig bei elektronischen Geräten interessant sein. Displays, Gehäuse oder andere verklebte Komponenten könnten sich leichter austauschen lassen, ohne die Bauteile zu beschädigen. Gleichzeitig würde das Recycling vereinfacht. Und auch für Anwendungen unter kryogenen Temperaturen könnte der Kleber interessant sein. Vorstellbar wäre zum Beispiel die Anwendung in der Raumfahrt. Denn dort werden die Klebestellen oft durch zusätzliche mechanische Verbindungen gesichert, weil bisherige Kleber manchmal versteckte Fehler in der Verbindung ergeben. Noch erfolgt die Gewinnung des Ausgangsmaterials aber durch die Verarbeitung von Mistelbeeren und ist deshalb nicht für große Produktionsmengen geeignet. Langfristig soll das Ganze aber auf industrielle Herstellungsverfahren übertragen und die entscheidenden Klebstoffbestandteile künftig unabhängig von der Pflanze hergestellt werden.

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