Den Trend im Blick

Winzige Silikonbauteile präzise und massenhaft Spritzgießen

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Schwingungskontrolle der Membran gelingt in der Kavität

Das Werkzeug kommt übrigens aus dem hauseigenen Werkzeugbau, wo die Wurzeln der heute weltweit erfolgreichen Unternehmensgruppe liegen. 1974 hat Franz Sterner das Werkzeugbauunternehmen Sterner Werkzeugbau GmbH (vormals Franz Sterner GesmbH) gegründet. Zehn Jahre später wurde daraus die Starlim Spritzguss GmbH (vormals Starlim Gummi- und Kunststoffverarbeitung GmbH) ins Leben gerufen. Beide Geschäftsbereiche bilden aber längst eine untrennbare Einheit. Inzwischen werden nur noch für die eigene Produktion Werkzeuge gefertigt. Für die Kunden ein großer Vorteil, denn sie bekommen aufeinander abgestimmte Systeme aus einer Hand und profitieren vom Wissenstransfer und der integrierten Entwicklung. Erst neue Lasertechnologien und der Mikro-3D-Druck machten es außerdem möglich, Werkzeuge für so kleine Hörgerätekomponenten mit solch hohen akustischen Qualitätsanforderungen bauen zu können, wie man dabei erfährt. Für die Serienproduktion ist geplant, inline – also direkt nach dem Spritzgießen – noch in der Kavität, die schwingungstechnischen Eigenschaften der Membran zu prüfen. Das ist am effizientesten, weil sich die winzig kleinen Bauteile dort noch in einer definierten Position befinden und für die Qualitätskontrolle nicht neu ausgerichtet werden müssen. Der Werkzeugbau hat für die Schwingungsprüfung einen Schallemitter und ein Lasermesssystem in einen Robotergreifer integriert – ein echter Durchbruch, betont Kreuzmayr.

Die Vorteile einer Micropower für den LSR-Spritzguss

Die Integration weiterer Arbeitsschritte, wie der Qualitätskontrolle, wird vom Konstruktionskonzept der Micropower, von denen einige bei Starlim im Reinraum arbeiten, besonders gut unterstützt, heißt es. Denn auf nur zwei Quadratmetern Stellfläche vereint die vollelektrische Arbeitszelle die mit einem Drehteller ausgerüstete Schließeinheit, das patentierte 2-Stufen-Einspritzsystem, das Materialhandling, die Automatisierung, das Temperiergerät, die Qualitätssicherung und weitere Prozesseinheiten. Dabei ist der Werkzeugeinbauraum mit einem Plattenabstand von 400 Millimetern dennoch bequem zugänglich. Linearführungen gewährleisteten einen hoch sensiblen Werkzeugschutz und aufgrund eines 5-Punkt-Präzisionskniehebels wird die Schließkraft sehr gleichmäßig in der Trennebene des Werkzeugs verteilt. Das Design der Maschine ermöglicht es, mit dem Einspritzkolben bis zur Trennebene des Werkzeugs zu gelangen. Der Anguss werde dadurch deutlich verkleinert, wenn er nicht sogar ganz wegfallen könne. Und weil sich fertig vernetztes LSR nicht recyceln lässt, profitiert vor allem der Silikonspritzguss von dieser materialsparenden Arbeitsweise. Starlim hat schon lange Erfahrung mit Spritzgießmaschinen für den Mikrobereich. Einst vom Maschinenbauer Battenfeld, der schon länger zu Wittmann gehört, angeschafft, zeigt ein Vergleich, dass man das Alleinstellungsmerkmal noch heute besitzt.

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