China Market Insider
Mehr eigene Fabriken, weniger Übernahmen

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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Obwohl China nach wie vor Interesse an Investitionen in Europa hat, ist die Zahl im letzten Jahr deutlich gesunken. Das ist jedoch nicht nur auf die schwächelnde Konjunktur zurückzuführen.

Die chinesischen Anbieter breiten sich aus und können bald an der Spitze der euopäischen Windrad-Industrie stehen.(Bild:  © Eisenhans - stock.adobe.com)
Die chinesischen Anbieter breiten sich aus und können bald an der Spitze der euopäischen Windrad-Industrie stehen.
(Bild: © Eisenhans - stock.adobe.com)

Politische Vorbehalte gegenüber China und die sowohl dort als auch in Europa schwächelnde Konjunktur führen dazu, dass chinesische Investoren immer weniger Firmen in Europa übernehmen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 119 chinesische Übernahmen, 20 weniger als 2022, schreibt die Unternehmensberatung Ernest & Young (EY) in einer Analyse.

Im längerfristigen Trend gesehen habe es 2023 in Europa fast 200 weniger Firmenkäufe mit chinesischem Geld gegeben als im „Rekordjahr 2016“, schreibt EY. Und nicht nur die Anzahl der Deals geht zurück, sondern auch die Investitionssummen sind im vergangenen Jahr erneut gefallen. Sie waren 2023 mit zwei Milliarden Dollar nur noch weniger als halb so groß wie im Jahr 2022 (4,3 Mrd. Dollar), hieß es bei EY.