Geht das überhaupt? Können beschichtete Kunststoffe im Materialkreislauf zirkulieren?

Quelle: KIMW 2 min Lesedauer

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Wie nachhaltig sind beschichtete Kunststoffe und wie macht man sie fit für den Kreislauf? Das ist nur eine Frage, der sich das Kunststoff-Institut Lüdenscheid (KIMW) im April widmet.

Das Lackieren von Kunststoffteilen sowie andere Oberflächenbeschichtungen stehen unter dem Verdacht, nicht nachhaltig zu sein. Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid ist da anderer Meinung, was ab April im Laufe eines entsprechenden Projekts hieb- und stichfest bewiesen werden soll.(Bild:  K. Faltenberger)
Das Lackieren von Kunststoffteilen sowie andere Oberflächenbeschichtungen stehen unter dem Verdacht, nicht nachhaltig zu sein. Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid ist da anderer Meinung, was ab April im Laufe eines entsprechenden Projekts hieb- und stichfest bewiesen werden soll.
(Bild: K. Faltenberger)

Nachhaltig und umweltfreundlich agieren! Das ist das gesteckte Ziel, das sich viele Unternehmen auf die Fahne geschrieben haben, um in eine sichere Zukunft zu lenken. Doch bezüglich beschichteter Kunststoffe, die in vielen Anwendungen zu finden sind, würden zunehmend Zweifel angemeldet und etablierte Beschichtungsverfahren wie Lackieren, Bedrucken, Folienhinterspritzen, Galvanisieren et cetera sollen möglichst eingespart werden. Doch ob beschichtete Kunststoffe klimabilanziell wirklich so schlecht dastehen, wie ihr Ruf suggeriert, gilt es zunächst abzuwägen. Das Kunststoff-Institut denkt nämlich, dass das nicht der Fall ist und wird diese These ab April in dem zweijährigen Verbundprojekt namens Oberflächenbehandlung 13 mit beteiligten Unternehmen untersuchen. Dabei geht es, wie man erfährt, um eine ganzheitliche Betrachtung von der „Wiege bis zur Bahre“ des beschichteten Kunststoffprodukts und das hinsichtlich der CO2-Emissionen der Bauteile im Bereich Material, Prozessketten, Lebensdauer und End-of-Life. Die Bauteilgestaltung und der Einsatz von Rezyklaten werden ebenfalls nicht außer Acht gelassen, um ein möglichst vollständiges Bild zeichnen zu können.

Eine lange Funktionsfähigkeit schont Ressourcen und Energie

Speziell die Lebensdauer der beschichteten Kunststoffkomponenten gilt als wichtiger Aspekt, weil diese einen maßgeblichen Einfluss auf die Bilanz eines Bauteils hat. Denn wenn ein Bauteil nicht nachproduziert werden muss, sondern relativ lange in seiner Nutzungsphase bleibt, werden die negativen Umwelteinflüsse und Verbräuche von Ressourcen erheblich geringer, heißt es. Ein Bauteil das nicht neu produziert werden muss, verbraucht nämlich weder Rohstoffe noch Energie noch emittiert es Treibhausgase. Wie sich die Haltbarkeit eines Bauteils durch Design verlängern lässt und wo das überhaupt sinnvoll ist, ist ebenfalls ein Bestandteil des Projektes. Begleitend werde das Kunststoff-Institut immer wieder einen Blick in die Politik wagen, um sich auf geplante Gesetzgebungen frühzeitig vorbereiten zu können. Gemeinsam mit den Projektpartnern werden die Oberflächenbeschichtungen bewertet, analysiert und eine nachhaltige Zukunft für diese Technologien kreiert.

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