Kaum Verlust Igus hält Umsatzmilliarde und steigert Anzahl aktiver Kunden

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Trotz der herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Lage im Jahr 2024 konnte Igus die Anzahl der aktiven Kunden um 5 Prozent steigern und die Umsatzmilliarde halten. Mit einem Umsatz von 1,105 Milliarden Euro verzeichnete das Unternehmen einen vergleichsweise moderaten Umsatzrückgang von 2,5 Prozent.

Unter dem Motto „Go Zero Lubrication“ präsentiert igus in diesem Jahr 277 schmierfreie Kunststoff-Innovationen: von PTFE-freien Werkstoffen bis hin zum humanoiden Roboter. (Bild:  Igus)
Unter dem Motto „Go Zero Lubrication“ präsentiert igus in diesem Jahr 277 schmierfreie Kunststoff-Innovationen: von PTFE-freien Werkstoffen bis hin zum humanoiden Roboter.
(Bild: Igus)

„Die sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen auch an uns nicht spurlos vorbei“, erklärt Tobias Vogel, Geschäftsführer Gleitlager- und Lineartechnik bei Igus. „Auch wir schauen – wie viele unserer Kunden – auf Einsparungen und gesteigerte Effizienz, zum Beispiel durch verstärkte Automatisierung in unserer Fabrik. Unser Fokus liegt aber immer auf der Frage: Was hat der Kunde davon? Die Herausforderungen sind für uns ein Ansporn, neue Wege zu gehen und die Innovationskraft ‚Made in Germany‘ unter Beweis zu stellen, um sowohl unsere als auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden zu stärken.“

In diesem Jahr präsentierte Igus mit 277 Neuheiten eine Rekordzahl an Innovationen. Dafür wurde weiter in die Forschung, Entwicklung und Produktion neuer technischer Lösungen investiert. „Wir haben in den letzten fünf Jahren allein in Köln über 350 Millionen Euro investiert – in Grundstücke, Gebäude, modernste Maschinen, Software, neue Produkte, Menschen und Marketing“, so Vogel. Mittlerweile umfasst der gesamte Igus-Campus in Köln rund 218.000 Quadratmeter. Mit der neuen 20.000 Quadratmeter großen Produktionshalle wächst auch das Testlabor auf knapp 5.500 Quadratmeter.

Weltweite Investitionen für noch mehr Kundennähe

„Der Kunde steht im Zentrum all unserer Aktivitäten“, betont Michael Blass, Geschäftsführer E-Kettensysteme bei Igus. „Aus diesem Grund investieren wir auch bewusst nah bei unseren Kunden.“ So erweitert Igus zum Beispiel die Niederlassung in Shanghai mit einem Neubau von circa 25.000 auf 70.000 Quadratmeter. In Bangalore wurde die Produktionsfläche durch einen neuen 16.000 Quadratmeter großen Igus-Campus sogar verdreifacht. In den USA baut man nach dem Spritzguss jetzt auch eine Spindelfertigung vor Ort auf und hat eine eigene RBTX Customer Test Area für Low-Cost-Robotik eröffnet.

Mittlerweile umfasst der gesamte Igus-Campus in Köln, wo das Unternehmen produziert, testet und forscht, rund 218.000 Quadratmeter. (Bild:  Igus)
Mittlerweile umfasst der gesamte Igus-Campus in Köln, wo das Unternehmen produziert, testet und forscht, rund 218.000 Quadratmeter.
(Bild: Igus)

So haben nun 10 Länder ihre eigenen Customer Test Areas, damit Kunden vor Ort schnell und einfach ihre individuelle Automatisierungslösung finden. Drei dieser Standorte (USA, China, Brasilien) werden zu regionalen Hubs ausgebaut, sodass auch Produktion und Entwicklung verstärkt lokalisiert werden. In weiteren Ländern wie Japan, Spanien, Taiwan und Polen wird ebenfalls in die Erweiterung der Niederlassungen investiert.

Aber auch in Deutschland setzt Igus ganz klar auf Kundennähe. Mit der Übernahme der Firma Elko Verbindungstechnik baut das Unternehmen zum Beispiel gezielt Konfektionierungskapazitäten in Süddeutschland auf. Elko ist darauf spezialisiert, Leitungen und Steckverbinder zu kundenspezifischen Systemen zusammenzustellen, die vor allem in Werkzeugmaschinen und in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Am Standort Köln investiert Igus auch weiter in neue Automationslösungen, um Prozesse zu verschlanken und die Durchlaufzeiten zu erhöhen – ob mit eigens entwickelten und patentierten Crimp-Towern oder durch den Einsatz von AGVs in den Fabrikgebäuden.

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität

Bei dem Ziel bis Ende 2025 mit den Gebäuden und der Produktion, gemessen an Scope 1 & 2, CO2-neutral zu sein, steht Igus aktuell bei 92 Prozent. „Wir müssen hier noch besser werden und arbeiten dafür an zahlreichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen – vom neuen Parkhaus mit kompletter Fassadenbegrünung über die Modernisierung unserer Bestandsgebäude, zum Beispiel mit Photovoltaikanlagen, bis hin zur Ausweitung unseres MHRS-Systems für das Heizen mit Maschinenabwärme“, erklärt Michael Blass.

Nachhaltigkeit muss jedoch auch ein fester Bestandteil von Produktinnovationen sein. Daher präsentierte Igus zur Hannover Messe 2025 unter anderem umweltschonende Lösungen wie PTFE-freie Varianten der Iglidur-Gleitlagermaterialien G, X und H – mit gleicher Leistung zum fast gleichen Preis. Im Bereich Energieketten stellt das Unternehmen zudem seine komplette E2.1 Serie auf Recyclingmaterial um. Dieses besteht aus Post-Consumer-Rezyklat wie alten Fischernetzen und ausgedienten Energieketten, die Igus im Rahmen des eigenen „Chainge“-Programms recycelt. Das ermöglicht einen um 80 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck.

Mit dem Igus Mobile Shore Power Outlet (iMSPO) hat Igus zudem eine mobile „Steckdose“ für die Landstromversorgung von Container- und Kreuzfahrtschiffen entwickelt. Das System kommt bereits in Häfen wie Hamburg, Rotterdam und Singapur zum Einsatz und war für den diesjährigen Hermes Award der Deutschen Messe nominiert.

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