Wachstumshemmnis Hohe Lohnnebenkosten bremsen Standort aus

Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftskammer Österreich 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Österreich ist bei Höhe der Lohnnebenkosten weiterhin unter Top 5 in der EU: Sie machen fast 27 Prozent der Arbeitskosten aus, was für die Unternehmen eine überdurchschnittlich hohe Belastung ist.

Die Lohnnebenkosten in Österreich gehören zu den höchsten in der EU.(Bild:  DMC)
Die Lohnnebenkosten in Österreich gehören zu den höchsten in der EU.
(Bild: DMC)

Im Jahr 2024 verzeichnete Österreich einen der stärksten Lohnanstiege innerhalb der Eurozone. Während die Löhne pro Kopf laut Europäischer Kommission hierzulande um 7,3 Prozent stiegen, fiel der Zuwachs in Deutschland mit 4,8 Prozent und im Durchschnitt der Eurozone mit 4,3 Prozent wesentlich moderater aus.

Problematisch ist das deshalb, weil das Produktivitätswachstum in Österreich nicht mit dem kräftigen Lohnkostenanstieg Schritt halten konnte. Das führte zu einer Verschlechterung der Lohnstückkostenposition und beeinträchtigte die Wettbewerbsfähigkeit auf den Exportmärkten im Vergleich zu wichtigen Mitbewerbern. Damit ist die steigende Kostenbelastung zu einem strukturellen Standortnachteil geworden, der sich gerade in der aktuellen konjunkturellen Schwächephase noch fataler auswirkt, wie die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mitteilt.

Hohen Arbeitskosten sind das stärkste Wachstumshemmnis

Diese Sorge spiegeln auch die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des WKÖ-Wirtschaftsbarometers wider: So betrachten Österreichs Unternehmen die hohen Arbeitskosten als das stärkste Wachstumshemmnis. Um das Wachstum anzukurbeln, stufen 93 Prozent der Betriebe eine Senkung der Lohnnebenkosten als wichtigste Maßnahme ein. Laut einer Analyse von Eco Austria würde sich eine Lohnnebenkostensenkung mittelfristig zu über 50 Prozent selbst finanzieren.

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage und der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sei eine Absenkung der Lohnnebenkosten notwendiger denn je. Diese würde eine spürbare Entlastung bringen und wäre eine dringend notwendige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich.

(ID:50280707)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung