Keramikzerspanung
Gesinterte Keramik hochgenau fünfachsig bearbeiten

Ein Gastbeitrag von Klaus Vollrath 6 min Lesedauer

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Keramiken konnten wegen ihrer hohen Härte bisher fast nur schleiftechnisch bearbeitet werden. Ein Keramikspezialist fräst mittlerweile selbst gesinterte Aluminiumoxidkeramik mit einer Härte von 1800 HV mikrometergenau.

Keramiktaugliche Werkzeuge: Links Schleifwerkzeug mit metallgebundenem Diamantkorn, rechts PKD-Fräswerkzeug mit zahlreichen definierten Schneiden.(Bild:  Klaus Vollrath)
Keramiktaugliche Werkzeuge: Links Schleifwerkzeug mit metallgebundenem Diamantkorn, rechts PKD-Fräswerkzeug mit zahlreichen definierten Schneiden.
(Bild: Klaus Vollrath)

„Wir entwickeln hochpräzise Spezialkeramikbauteile für den Einsatz in einer Vielzahl anspruchsvoller Aufgaben in Industrie, Forschung oder Medizintechnik“, sagt Dr.-Ing. Torsten Weiß, Geschäftsführer der BCE Special Ceramics GmbH in Mannheim. Das 1986 gegründete Unternehmen liefert kundenspezifische Lösungen aus keramischen Werkstoffen, primär aus Oxidkeramiken wie Aluminiumoxid (Al2O3) und Zirkonoxid (ZrO2) oder aus Mischoxiden wie ATZ (Alumina Toughened Zirconia) bzw. ZTA (Zirconia Toughened Alumina). Fallweise kommen auch Nitrid- oder Carbidwerkstoffe sowie Sondermaterialien zum Einsatz.

Hierbei stützen sich die Entwickler auf ihr umfassendes Werkstoff-Know-how sowie auf ein breites Sortiment an Verfahren und Anlagen zur Herstellung und Verarbeitung von Keramik. Bei der partnerschaftlichen Findung kundenspezifischer Lösungen steht die Beratung im Vordergrund. Dazu gehört auch die Herstellung von Einzelstücken und Prototypen in relativ kurzer Zeit. Kleine bis mittlere Serien werden ebenfalls hergestellt, die Großserienfertigung dagegen später an entsprechende Spezialisten abgegeben.