Es kam anders ...

Tüftler Ferdinand Porsche begründet eine Autodynastie

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Die Erben des Porsche-Imperiums

Heute kontrollieren die Nachkommen des legendären Konstrukteurs über eine Holding die Mehrheit der Stimmrechte im Volkswagen-Konzern. Seit 2022 hält die Familie auch wieder eine Sperrminorität an dessen börsennotierter Tochter, dem Stuttgarter Sport- und Geländewagenbauer Porsche. Doch das war nicht immer so. Denn nach dem Krieg war Volkswagen im Staatsbesitz und wurde erst 1960 überwiegend privatisiert. In Stuttgart baute Sohn Ferry Porsche in dieser Zeit das Konstruktionsbüro seines Vaters zum Sportwagenhersteller aus. Beide Unternehmen blieben einander verbunden und entwickelten zum Beispiel Autos miteinander. Als VW-Eigner kam die Familie aber erst vor rund 20 Jahren ins Spiel. Damals stieg der Sportwagenbauer bei dem Wolfsburger Konzern ein und verzockte sich bei der Übernahme, denn VW drehte den Spieß um und schluckte die Stuttgarter. Deshalb ist Porsche eine von zehn VW-Konzernmarken und nicht umgekehrt. Die beiden vom Konstrukteur des Käfers abstammenden Familienzweige Porsche und Piëch gelangten so jedoch in den Besitz der Mehrheit der entscheidenden VW-Stammaktien.

Technikgenie und liebevoller Opa

Wolfgang Porsche, der Enkel Ferdinands, ist heute 82. Er teilte der dpa folgendes mit: „Mein Großvater hat mit seiner außergewöhnlichen technischen Begabung und seinem unermüdlichen Erfindergeist die Grundlage für ein Unternehmen geschaffen, das bis heute für Ingenieurskunst und Innovationskraft steht.“ Als Konstrukteur und Unternehmensgründer hat er demnach die Automobilgeschichte in Deutschland und darüber hinaus nachhaltig geprägt. Für die Familie bleibe er vor allem als liebevoller Großvater in Erinnerung, der seine Leidenschaft für Technik und Automobilbau an die folgenden Generationen weitergegeben habe. Neben Wolfgang Porsche, der am Porsche-Hauptsitz in Zuffenhausen auch „WoPo“ genannt wird, gibt es eine weitere entscheidende Figur in der Familie. Gemeint ist Hans-Michel Piëch.

Porsche kämpft mit den Problemen der Zeit

Der 83-Jährige führt seinen Familienzweig und sitzt wie sein Cousin in einer ganzen Reihe von Aufsichtsräten und Gremien. Auch viele andere Mitglieder der weit verzweigten Familie haben einflussreiche Posten im Autoimperium, das übrigens auch Lastwagen liefert. Machtkämpfe und Intrigen gab es in der Vergangenheit einige, wie man erfährt. Die Frage, wer im Eignerkreis künftig das Sagen hat, ist aktuell aber besonders wichtig. Denn sowohl VW als auch Porsche befinden sich, wie die ganze deutsche Autoindustrie derzeit in unruhigen Fahrwassern. Die Abkehr vom Elektroantrieb und ein Sparkurs sollen sowohl in Wolfsburg als auch in Zuffenhausen helfen, was aber auch mehrere Zehntausend Arbeitsplätze kosten werde.

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