Strom entscheidet
Digitalisierung hat ohne Energie keine Zukunft

Von Stefanie Michel 8 min Lesedauer

Ohne Rechenzentren keine digitale Infrastruktur, ohne Strom keine Rechenzentren – ohne beides keine wettbewerbsfähige Industrie. Die Energiefrage ist längst der strategischer Kern der Digitalisierung. Politik, Industrie und Energieversorgern müssen gemeinsam Antworten finden, um den Standort Deutschland zukunftssicher zu machen.

Digitalisierung in der Industrie braucht mehr und mehr Rechenleistung – und damit auch immer mehr Strom. Damit wird die Energiefrage zu einem Standortfaktor. (Bild:  Gemini / KI-generiert)
Digitalisierung in der Industrie braucht mehr und mehr Rechenleistung – und damit auch immer mehr Strom. Damit wird die Energiefrage zu einem Standortfaktor.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Wer sich mit der jetzigen und zukünftigen Energieversorgung von Industriebetrieben beschäftigt, kommt schnell in ein Dilemma zwischen Netzausbau, Energieversorgern, EU-Verordnungen sowie Landes- und Bundespolitik. Die Diskussionen um (zu) teuren Industriestrom, Ausstieg aus der Atomkraft und Ausbau der erneuerbaren Energien werden meist ideologisch geführt – das lähmt, statt voranzubringen.

Die Industrie setzt längst auf Digitalisierung und Elektrifizierung und punktet bei Antrieben mit hoher Leistung und steigender Energieeffizienz. Gleichzeitig wächst der Energiehunger durch Cloudspeicher, Datenverarbeitung und KI-Anwendungen in nie dagewesener Geschwindigkeit. Bestehende Netze und Speicher stoßen an ihre Grenzen. Doch was es braucht, um sich in dieser Richtung zukunftssicher aufzustellen – sowohl in der Industrie als auch bei der Infrastruktur – ist nicht unstrittig.