Langt hinten und vorn nicht Deutsche Industrie klagt über Ampel

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Die deutsche Industrie sieht den Wirtschaftsstandort Deutschland in Gefahr und fordert deutliche Reformen, so die dpa.

So geht es nicht weiter! Siegfried Russwurm, Präsident des BDI, sieht die Ampel-Regierung in der Pflicht, die deutsche Industrie sinnvoller zu unterstützen. Lesen Sie hier, was sich dazu auf der Hannover Messe 2024 getan hat ...(Bild:  BDI)
So geht es nicht weiter! Siegfried Russwurm, Präsident des BDI, sieht die Ampel-Regierung in der Pflicht, die deutsche Industrie sinnvoller zu unterstützen. Lesen Sie hier, was sich dazu auf der Hannover Messe 2024 getan hat ...
(Bild: BDI)

Was die Bundesregierung bisher getan habe, sei aller Ehren wert, aber es reicht halt nicht, stellte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, gestern zum Auftakt der Hannover Messe fest. So ließe sich der Rückgang der Industrieproduktion, der seit Jahren zu beobachten sei, einfach nicht stoppen. „Wir brauchen wettbewerbsfähige und langfristig planbare Energiepreise“, forderte Russwurm von der Ampel-Regierung. Auch müssten die Unternehmenssteuern gesenkt werden. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte zuvor verkündet, dass die Großhandelspreise für Gas und Strom mittlerweile auf dem Vorkrisenniveau oder sogar darunter liegen. Das gelte ganz besonders für energieintensive Unternehmen. Und auch der Abstand zu den Energiepreisen in den USA und anderen energiereichen Ländern liege inzwischen wieder auf einem Niveau mit dem die Unternehmen seit Jahren und Jahrzehnten umgehen müssten.

Bisher wird die deutsche Wirtschaft nur schwächer

Nach Ansicht der Industrie reichen die vom Bund eingeleiteten Reformen (Wachstumsförderungsgesetz und Bürokratieabbau) jedoch bei Weitem nicht aus. In diesem Jahr werde die deutsche Industrieproduktion erneut deshalb weiter zurückgehen – im Vergleich zu 2023 schätzungsweise um 1,5 Prozent. Trotz moderater Erholungsaussichten darf man sich laut Russwurm nichts vormachen. Denn Insgesamt zeigten die Produktionszahlen schon seit Jahren einen besorgniserregenden Abwärtstrend. Zu der Frage, warum Scholz ein so ganz anders Bild zeichnete als er, entgegnete der BDI-Präsident: „Der Kanzler beschreibt Input-Maßnahmen der Bundesregierung. Aber wir als Unternehmen sind es gewohnt, zu schauen, was dabei rauskommt.“ Und auch der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Karl Haeusgen, forderte mehr Tempo in dieser Hinsicht: „Neue Investitionsvorhaben finden aktuell vor allem im Ausland statt – etwa in den USA. Das wird, wenn wir dem nichts entgegensetzen, zu einer anhaltenden Schwächung unserer Wirtschaft führen.“

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