Langt hinten und vorn nicht

Deutsche Industrie klagt über Ampel

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Ausstellerforderungen zu KI und Wasserstoff

Die Hannover Messe ist mit rund 4.000 Ausstellern aus 60 Ländern und zuletzt rund 130.000 Besuchern eine weltweit führende Industrieschau, die von der Deutschen Messe ausgerichtet wird. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr unter anderem die Umstellung auf eine klimaschonendere Produktion. Die Hoffnungen ruhen dabei insbesondere auf künstlicher Intelligenz (KI) und Wasserstoff als alternativen Energieträger. Zu sehen sind etwa Brennstoffzellen zur Umwandlung von Wasserstoff in Strom und Kabelummantelungen auf Basis von Mais statt üblichem Kunststoff, die Lapp entwickelt hat. Kanzler Scholz äußerte bei seinem gestrigen Messerundgang, dass KI heute selbst in kleinsten Produkten schon zu finden ist. Das helfe auch dabei, weniger Ressourcen zu verbrauchen. Doch auch von den Ausstellern gab es Forderungen an den Kanzler. So betonte der Sensorhersteller Pepperl und Fuchs, dass es Augenmaß bei der Regulierung von KI braucht, wenn es um nicht-personenbezogene Daten geht. Und der Energiesystemanbieter GP Joule warb dafür, die Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff auch in Deutschland anzusiedeln, denn anderenfalls werde die Energiewende hierzulande auf jeden Fall teurer. Als Abnehmer für grünen Wasserstoff steht unter anderem der Stahlkonzern Salzgitter bereit, der bis 2033 seine Produktion komplett umstellen will.

Ungehorsamer Roboter ignoriert Kanzlerworte

Erheiterndes am Rande: Am Stand von Siemens erlebte der Kanzler zudem, dass das Zusammenspiel von Mensch und KI manchmal noch ruckelt. Als er einen Robotergreifarm per Sprachsteuerung beschleunigen sollte, nutzte Scholz die Befehle: „Können wir das Tempo schneller machen? Schneller! Noch schneller!“ Doch es tat sich zunächst nichts. Erst nach einigen Wiederholungen wurde der Befehl umgesetzt. Siemens-Vorstand Cedrik Neike nahm es mit Humor: „Es ist wie in der Politik. Es dauert etwas länger, bis es klappt, aber wenn es klappt, klappt es richtig.“

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