Gut durchgekommen

Berthold Hermle trotzt dem unsicheren Weltgeschehen

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Hermle befürchtet länger dauernde Nachfrageflaute

In den kommenden Monaten werde sich der Nachfragerückgang aus Sicht von Hermle fortsetzen oder sogar nochmals beschleunigen. Vielfältige weltpolitische Spannungen wie die Kriege in der Ukraine und Nahost sowie die zunehmend interventionistische Handels- und Industriepolitik mit den damit verbundenen Zollkonflikten zwischen der EU und China und jetzt auch noch denen aus den USA werden das Leben nicht leichter machen. Hinzu kommen eine lähmende Überregulierung in Europa, die Regierungskrise in Deutschland, die wichtige Entscheidungen verzögert, und die Unsicherheit über den künftigen politischen Kurs der USA. Aufgrund der sich vielschichtig überlagernden Belastungen rechnet Hermle mit einer länger andauernden Nachfrageschwäche. Vorsorglich legt das Unternehmen darum bereits im vierten Quartal 2024 produktionsfreie Tage ein und beantragt für einzelne Abteilungen Kurzarbeit. Im ersten Quartal 2025 sind dann Kurzarbeit für die meisten Produktionsbereiche und der verstärkte Abbau der Gleitzeitkonten in den indirekten Bereichen geplant, um sich der abnehmenden Nachfrage flexibel anzupassen.

Hermle hält an den Prognosen für 2024 fest

Die Prognose für das Gesamtjahr 2024 bleibt weitgehend unverändert. Hermle rechnet deshalb weiterhin damit, dass sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr mindestens im oberen einstelligen Prozentbereich (oder auch etwas mehr als 10 Prozent) verringert. Das Ergebnis wird im Zuge dessen deutlich überproportional abnehmen. Außer der erheblich schwächeren Auslastung im vierten Quartal wirkten sich dabei die bereits im bisherigen Jahresverlauf gestiegenen Personalkosten aus, die durch den Ausbau der Belegschaft, Tariflohnsteigerungen, anhaltend hohe Krankenstände sowie die vergrößerte Arbeitsbelastung wegen wachsender Bürokratisierung und Überregulierung bedingt seien. Hinzu kommen eine zunehmende Wettbewerbsintensität sowie der Anstieg der Fixkosten durch den erfolgten Ausbau des Standorts Zimmern.

Entspannter Blick auf die nächsten drei Jahre

Unabhängig von der aktuell schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation sei Hermle aber für die nächsten Jahre grundsätzlich gut aufgestellt. Deshalb seien die Gosheimer in der Lage, sowohl eine längere konjunkturelle Durststrecke zu überstehen als auch schnell auf den nächsten Aufschwung zu reagieren. Zukunftsprojekte wie „Generation 2“ oder der Bau des neuen Anwendungszentrums könnten aufgrund der sehr soliden finanziellen Situation auch in konjunkturschwachen Zeiten umgesetzt werden. Zusätzlich profitiert das Unternehmen von seiner starken Position im Automatisierungsbereich, der weiterhin große Wachstumschancen bietet. Dazu gesellen sich eine hohe Produkt- und Servicequalität, zunehmende Internationalisierung sowie nicht zuletzt das kompetente und hochmotivierte Hermle-Team.

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