Es gibt Geld! Arcelormittal treibt grüne Wandlung nach Förderzusage voran

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach der EU-Freigabe für eine Förderung von klimaneutraler Stahlproduktion bei Arcelormittal am Standort Eisenhüttenstadt geht das Unternehmen die nächsten Transformationsschritte, so die dpa.

Arcelormittal, einer von Deutschlands größten Stahlherstellern, will den grünen Wandel mithilfe von Wasserstoff & Co. pushen. Jetzt hat man eine Förderzussage für 1,3 Milliarden Euro erhalten, bei der aber der finale nationale Bescheid noch aussteht, wie es weiter heißt.(Bild:  Arcelormittal)
Arcelormittal, einer von Deutschlands größten Stahlherstellern, will den grünen Wandel mithilfe von Wasserstoff & Co. pushen. Jetzt hat man eine Förderzussage für 1,3 Milliarden Euro erhalten, bei der aber der finale nationale Bescheid noch aussteht, wie es weiter heißt.
(Bild: Arcelormittal)

Der neue Leiter der beiden Arcelormittal-Standorte Bremen und Eisenhüttenstadt, Thomas Bünger, sagte letztens dem Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und dem Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) zum aktuellen Stand des Umbaus in Richtung Klimaneutralität: „Die Vorbereitungen für die technische Planung sind in vollem Gange.“ Für die Investitionsentscheidung der Arcelormittal-Gruppe seien aber die Energiepreise und die Wettbewerbsfähigkeit ebenso wichtig. Demnach wird außer dem Infrastrukturaufbau ein wichtiger Faktor sein, ob ausreichende Mengen von grünem Strom und Wasserstoff zu international wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sein werden. Das Stahlunternehmen will mit der jetzt zugesagten Förderung nämlich den Technologiewechsel in der Produktion strikt vorantreiben. In Planung ist bekanntlich auch eine neuartige Produktionstechnik, die über eine wasserstoffbetriebene Direktreduktionsanlage und drei Elektrolichtbogenöfen verfügt.

Grünes Licht aus Brüssel, aber Habeck muss noch liefern ...

Um erfolgreich die neue Produktionsmethode einsetzen zu können, müsse das Unternehmen aber auch international wettbewerbsfähig produzieren. Bei der Verfügbarkeit, den Mengen und den Preisen von grünem Strom gebe es aber noch viel Nachholbedarf. „Dabei blicken wir klar auf die Politik, die die Rahmenbedingungen schaffen muss“, erläuterte Bünger. Mit der Förderzusage durch die EU sieht sich das Unternehmen nach eigener Aussage motiviert für die Zukunft. Den finalen nationalen Förderbescheid von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erwartet Arcelor Mittal in naher Zukunft, heißt es. Die EU-Kommission hatte im Februar die finanzielle Förderung des Transformationsprojekts zur klimaneutralen Stahlherstellung für die Standorte Bremen und Eisenhüttenstadt genehmigt. Damit bestätigte Brüssel die Ankündigung Habecks, das Dekarbonisierungsvorhaben von 2,5 Milliarden Euro mit einem Betrag von 1,3 Milliarden Euro zu fördern.

Was die Stahlindustrie braucht, sind gute Rahmenbedingungen

Hohe Preise für Energie und Rohstoffe sind für energieintensive Unternehmen wie Arcelormittal eine Belastung, erklärte Ministerpräsident Woidke beim Treffen am Ostbrandenburger Standort. Die Bundesregierung bleibe also aufgefordert, mit einem schlüssigen Gesamtkonzept Abhilfe zu schaffen. Es brauche gute regulatorische Rahmenbedingungen, damit Brandenburger Unternehmen vom guten Ausbaustand bei den erneuerbaren Energien profitierten und daraus grünen Wasserstoff herstellen können. Nicht zuletzt sitzt der Werkstoff Stahl am Anfang vieler Wertschöpfungsketten und sichert so auch in anderen Branchen Jobs. Brandenburg unterstütze deshalb die Stahlallianz der Länder beim Bund in der Forderung, gemeinsam die notwendigen Strategien und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Strompreise mittelfristig wettbewerbsfähig werden können.

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