Späne statt Papierkram

AMB in Stuttgart als Marktbarometer für Zerspanungswerkzeuge

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Was erst gut anlief, geriet bald ins Stocken

Dass die Klagen über bürokratische Vorgaben seit einiger Zeit lauter werden, liege aber auch an der wirtschaftlichen Gesamtsituation. Denn der auf die Unternehmen ausgeübte Druck steigt. Zwar berichteten die ECTA-Mitgliedsländer noch von einem guten Jahresauftakt 2023, hatten aber im weiteren Jahresverlauf mehr und mehr Absatzprobleme, sodass die Entscheider zunehmend pessimistisch in die Zukunft blicken. Dabei sahen die Zahlen für das vergangene Jahr gar nicht so schlecht aus ...

Deutsches Exportgeschäft ist nicht überall gut

In Deutschland setzte der Markt für Fräser & Co. trotz des schwach gesamtwirtschaftlichen Umfeldes mit einem Plus von vier Prozent positive Akzente. Die nach Corona wieder funktionierenden Lieferketten und die dadurch stark gestiegene Inlandsproduktion der deutschen Automobilindustrie und die hohe Produktionsauslastung und Auslieferung im Maschinenbau machten sich zu Beginn des vergangenen Jahres positiv bemerkbar. Auch steigerte sich das Exportgeschäft insgesamt leicht um zwei Prozent. Allerdings in den einzelnen Teilbranchen und nach Zielländern deutlich unterschiedlich, wie die Experten einschränken müssen.

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Erfreulicher läuft es für Werkzeughersteller in Amerika

Einheitlich und hartnäckig hält sich im Vergleich dazu für alle Teilbranchen die Schwäche im Chinageschäft. Ganz anders Amerika! Denn praktisch der gesamte Kontinent nahm mehr Zerspanungswerkzeuge aus Europa ab als zuvor. Die Lieferungen in die Vereinigten Staaten stiegen in den ersten 11 Monaten des vergangenen Jahres um sieben Prozent. In den zweitgrößten Markt auf dem amerikanischen Kontinent – Mexiko – konnten 18 Prozent mehr Werkzeuge geliefert werden. Der drittgrößte amerikanische Markt ist Brasilien. Dort wuchs der Zerspanungswerkzeug-Absatz im gleichen Zeitraum um sechs Prozent.

Gute Geschäfte sind auch mit Italien und Spanien zu machen

In Deutschland blieb der Bedarf an Werkzeugen im Maschinenbau stabil. In Italien befand sich der italienische Werkzeugmaschinenbau im vergangenen Jahr sogar auf Rekordkurs, was zu einer guten Werkzeugnachfrage führte. In Spanien könnte der Maschinenbau im laufenden Jahr sogar von einer Beschleunigung bisher schleppend angelaufener Infrastruktur- und Förderprojekte profitieren und deshalb mehr Werkzeuge auf die iberische Halbinsel verkaufen. Spaniens und Italiens Automobilindustrie werden allerdings kaum zulegen. Außer in puncto Automobilindustrie ist der Werkzeugexport nach Frankreich aber eher am Schwächeln. Die Schweiz wird sich leider auch nicht gut entwickeln, wie man befürchtet.

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