Automatisierung Wie Robotik und KI das Pulverhandling revolutionieren

Von Sacchi 3 min Lesedauer

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In der Produktion sind Roboter etabliert, doch im Pulverhandling setzen viele Unternehmen auf traditionelle Methoden. Dabei sind die Potenziale beim Dosieren, Sackentleeren, Befüllen und Palettieren groß – besonders in Kombination mit KI. Sacchi entwickelt deshalb bereits intelligente Entleerstationen.

Der Robotereinsatz im Pulverhandling bietet zahlreiche Vorteile. In Kombination mit KI lassen sich Prozesse noch weiter optimieren.(Bild:  Sacchi)
Der Robotereinsatz im Pulverhandling bietet zahlreiche Vorteile. In Kombination mit KI lassen sich Prozesse noch weiter optimieren.
(Bild: Sacchi)

Die Schüttgutindustrie in den Bereichen Chemie, Pharma und Lebensmittel steht vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Insbesondere der europäische Standort ist durch den Fachkräftemangel, hohe Lohn- und Energiekosten sowie wachsende internationale Konkurrenz unter Druck. Trotz dieser erschwerten Bedingungen sind Unternehmen bestrebt, die Produktivität zu steigern, die Produktionskosten zu senken, die Produktqualität zu verbessern und Prozesse effizienter zu gestalten.

Eine bisher wenig genutzte Möglichkeit, diese Ziele zu erreichen, liegt im Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz (KI) im Pulverhandling. Während die Robotik in der Handhabungstechnik und industriellen Fertigung bereits etabliert ist, steckt ihr Einsatz in der Schüttgutverarbeitung noch in den Kinderschuhen. Die Potenziale im Pulverhandling sind bislang nicht ausgeschöpft.

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Herausforderungen im traditionellen Pulverhandling

Aktuell basieren viele Prozesse des Pulverhandlings auf manuellen oder halbautomatischen Prozessen. Diese sind oft arbeitsintensiv, fehleranfällig und schwer skalierbar. Zudem erfordern Branchen wie die Pharma- und die Lebensmittelindustrie strenge Hygienemaßnahmen, die mit manuellen Methoden schwer umzusetzen sind. Warum also Robotik nicht auch für komplexe Aufgaben wie Dosieren, Sackentleerung, Befüllung und Palettierung nutzen?

Seit 2007 entwickelt Sacchi innovative Roboterlösungen für das Pulverhandling. Das Unternehmen hat mit seinem patentierten Smart Pick System eine Technologie geschaffen, die Säcke nicht nur von Paletten aufnehmen, sondern sie auch automatisch öffnen und entleeren kann. Das System ist modular erweiterbar und kann mehrere Entleerstationen gleichzeitig bedienen.

Robotik und KI: Lösungen für die Herausforderungen

Vor allem in Kombination mit KI kann die Robotik im Pulverhandling ihre Vorteile ausspielen:

  • 1. Automatisierung repetitiver Prozesse: Roboter können monotone und physisch belastende Aufgaben, wie das Öffnen, Entleeren und Befüllen von Säcken, präzise und effizient übernehmen. Dies reduziert nicht nur den Bedarf an manueller Arbeit, sondern senkt auch das Risiko von Verletzungen und menschlichen Fehlern.
  • 2. Präzises Dosieren: Mit KI-gestützten Steuerungssystemen können Roboter Pulver mit höchster Präzision dosieren. Dies ist besonders wichtig, um Abweichungen zu minimieren und eine gleichbleibende Produktqualität zu gewährleisten.
  • 3. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Moderne Robotersysteme können sich an unterschiedliche Verpackungsgrößen, Materialien und Produktionsbedingungen anpassen. Dadurch erreichen Unternehmen eine agile Produktion und können schneller auf wechselnde Marktanforderungen reagieren.
  • 4. Verbesserte Sicherheit und Hygiene: Automatisierte Systeme minimieren den direkten Kontakt zwischen Mensch und Material, was insbesondere in sensiblen Branchen wie der Pharma- und der Lebensmittelindustrie von Vorteil ist.
  • 5. Datenanalyse und Prozessoptimierung: KI analysiert Betriebsdaten in Echtzeit, identifiziert Schwachstellen und optimiert den Produktionsprozess kontinuierlich. Eine lückenlose Dokumentation ermöglicht eine vollständige Chargenrückverfolgung.

Vollautomatische Sackentleerung: ein Praxisbeispiel

Die Entleerung von Pulversäcken war lange Zeit ein manuell durchgeführter, ineffizienter und staubanfälliger Prozess. Durch KI und Robotik wird dieser Bereich nun revolutioniert:

  • Identifizierung und Positionierung: Kameras und Sensoren analysieren die Sackgröße und -position.
  • Automatisches Anheben und Öffnen: Roboter heben den Sack mit einem Greifsystem an und entleeren ihn kontrolliert.
  • Präzise Dosierung und Abfüllung: KI übernimmt die Steuerung für eine exakte Dosierung.
  • Leersack-Management: Der entleerte Sack wird automatisch kompaktiert und entsorgt.
  • Staubarme Umgebung: Eine Absaugvorrichtung sorgt für bessere Luftqualität.

Vorteile der Automatisierung des Pulverhandlings
  • Höhere Effizienz durch schnellere Prozesse,
  • geringerer Personalbedarf und Entlastung der Mitarbeiter,
  • weniger Fehler durch präzise Steuerung,
  • höhere Sicherheit durch weniger manuelle Eingriffe,
  • Nachhaltigkeit durch ressourcenschonendere Prozesse.

Robotik und KI: notwendig für die Wettbewerbsfähigkeit

Die Integration von Robotik und KI im Pulverhandling bietet der Schüttgutindustrie die Chance, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt zu sichern. Indem repetitive, gefährliche und fehleranfällige Aufgaben automatisiert werden, können Unternehmen nicht nur Kosten senken, sondern auch die Effizienz und Qualität ihrer Prozesse steigern.

Die Schüttgutindustrie in Europa steht am Scheideweg: Traditionelle Methoden stoßen an ihre Grenzen, während moderne Technologien neue Potenziale eröffnen. Die Integration von Robotik und KI ist nicht mehr nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen. Deshalb liegt die Zukunft des Pulverhandlings in der intelligenten und flexiblen Automatisierung, die den Herausforderungen der Branche gerecht wird und die Wettbewerbsfähigkeit stärkt.

Unternehmen wie Sacchi beweisen, dass die Zeit reif ist, die Potenziale von Robotik und KI voll auszuschöpfen. Die Frage ist nicht mehr, ob die Transformation stattfindet, sondern wie schnell sie umgesetzt wird.

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