Schnellerpresse Thermoformpresse von Wickert ist um 80 Prozent produktiver

Quelle: F. Stephan Auch Wickert Maschinenbau 3 min Lesedauer

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Wickert Maschinenbau hat eine besonders effiziente und vor allem schnelle Thermoformpresse für die Herstellung von Flugzeugstrukturteilen aus Composite-Materialien entwickelt ...

Mit den modular aufgebauten Thermoformpressen, die Wickert Maschinenbau jetzt zu bieten hat, können Composite-Teile mit thermoplastischer Matrix in kürzester Zeit verarbeitet werden. Eine Zielbranche ist der Flugzeugbau. Hier mehr dazu ...(Bild:  Wickert)
Mit den modular aufgebauten Thermoformpressen, die Wickert Maschinenbau jetzt zu bieten hat, können Composite-Teile mit thermoplastischer Matrix in kürzester Zeit verarbeitet werden. Eine Zielbranche ist der Flugzeugbau. Hier mehr dazu ...
(Bild: Wickert)

Mit der Baureihe Wickert-WKP, die Wickert Maschinenbau vom 10. bis 12. März auf der JEC World in Paris ausstellen wird, kommt mehr Leistung in die Verarbeitungswelt für Composites, also faserverstärkte Kunststoffe. Das, wie es weiter heißt, teilautomatisierte Konzept der Presse ermöglicht Produktivitätssteigerungen von bis zu 80 Prozent, verglichen mit bisherigen Systemen dieser Art. Zeitverkürzungen fangen bereits beim Beladen der Rohteile an, betreffen das Vorheizen und den eigentlichen Pressvorgang, bis hin zum Entladen. Der Einsatz eines Industrieroboters in Verbindung mit einem kundenspezifisch anpassbaren Handlingsystem erlaubt laut Wickert die flexible Verarbeitung unterschiedlich großer Bauteile. Weil die Handhabung der heißen Teile damit mannlos erfolgen kann, wird der Bediener zusätzlich noch entlastet. Geeignet ist die neue Thermoformpresse für zahlreiche Composite-Materialien, die typisch für die Fertigung von Strukturbauteilen im Flugzeugbau sind. Dazu zählen beispielsweise carbonfaserverstärkte Thermoplaste (CFK) – zum Beispiel mit Polyphenylensulfid (PPS) als Matrix oder mit Polyetheretherketon (PEEK). Alle Pressen sind übrigens modular aufgebaut und werden je nach Kundenwunsch mit Presskräften zwischen 20 und 100.000 Kilonewton aufgebaut.

Automatisiertes Bauteilhandling für Composites

Die neue Fertigungsanlage von Wickert Maschinenbau setzt also auf ein automatisiertes Bauteilhandling, um die Präzision und Effizienz im Produktionsprozess zu maximieren. Der Industrieroboter bewegt dabei die auf Universalspannrahmen fixierten, vorkonfektionierte Composite-Zuschnitte innerhalb der Anlage sicher, schnell und präzise, heißt es weiter. Dadurch biete die Anlage viel Flexibilität, denn der Spannrahmen sei auch für unterschiedlich große Bauteile bis 1.100 Millimeter Seitenlänge ausgelegt. Der Landauer Maschinenbauer hat die Rahmenkomponenten sowie die Greifer des Industrieroboters übrigens selbst entwickelt. Das garantiert ein präzises, sicheres und wiederholgenaues Handling. Magnetspannplatten fixieren die Presswerkzeuge sehr schnell und verkürzen so die Rüstzeiten erheblich, was sich zusätzlich positiv auf die Effizienz auswirkt. An der ebenfalls kundenspezifisch konfigurierbaren Steuerung der Anlage sind Rezepturwechsel rasch und mühelos durchführbar. Sie übernimmt auch noch das Datalogging – die Erfassung bauteilspezifischer Prozessdaten und stellt so die lückenlose Nachverfolgbarkeit sicher. So würden die strengen Anforderungen der Luftfahrtindustrie jederzeit erfüllt. Wickert plant, in Zukunft auch einen Fertigungsprozess anzubieten, bei dem die manuelle Eingabe und Ausgabe vollständig automatisiert ist. Außerdem entwickelt man ein Konzept, das es für bestimmte Anwendungsfälle erlaubt, den Spannrahmen mit dem Bauteil in einem frei definierbaren Winkel in der Presse zu positionieren.

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