Teile aus Zwangsarbeit VW und BMW wegen chinesischer Teile in den USA unter Beschuss

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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BMW und Volkswagen haben wegen Bauteilen, die von einem chinesischen Sublieferanten stammen, politischen Ärger in den USA.

VW und BMW verbauten elektronische Bauteile des chinesischen Unternehmens Sichuan Jingweida Technology, die im Rahmen einer längeren Lieferkette an die Autohersteller gingen.(Bild:  top images - stock.adobe.com)
VW und BMW verbauten elektronische Bauteile des chinesischen Unternehmens Sichuan Jingweida Technology, die im Rahmen einer längeren Lieferkette an die Autohersteller gingen.
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Der Vorsitzende des Finanzausschusses im Washingtoner Senat wirft den beiden deutschen Autoherstellern Volkswagen und BMW aber auch Jaguar Land Rover vor, elektronische Bauteile eines chinesischen Unternehmens verwendet zu haben, dessen Produkte wegen Zwangsarbeitsverdachts nicht in die Vereinigten Staaten eingeführt werden dürfen, wie die dpa erfahren hat. Der den Demokraten angehörende Senator Ron Wyden forderte außerdem US-Zoll und Grenzschutz auf, verschärft gegen Unternehmen vorzugehen, die den schändlichen Einsatz von Zwangsarbeitern in China befeuern. Sowohl Volkswagen als auch BMW betonten, die Rechtsvorschriften einzuhalten.

Jingweida soll uigurische Zwangsarbeiter ausnutzen

Konkret geht es bei dem Problemfall um das chinesische Unternehmen Sichuan Jingweida Technology. Jingweida fällt in den USA unter ein Gesetz, das seit 2021 die Einfuhr von Produkten verbietet, die unter Einsatz uigurischer Zwangsarbeiter hergestellt wurden. Menschenrechtsorganisationen werfen der Pekinger Führung in diesem Rahmen auch vor, Angehörige des im Westen der heutigen Volksrepublik beheimateten Volks massenhaft zu internieren. Erstabnehmer der chinesischen Bauteile war ein kalifornischer Zulieferer, der seine Produkte wiederum an die Lear Corporation verkauft. Laut Wydens Bericht ein direkter Lieferant der Autohersteller. Lear informierte demnach im Januar BMW, Jaguar Land Rover, VW und auch Volvo über das Problem. Während VW demnach auf die US-Behörden zuging, soll BMW die beanstandeten Bauteile auch nach der Information durch Lear weiter verwendet haben, sodass anschließend noch 8.000 Minis so ausgerüstet in die USA gelangten.

So reagieren BMW und VW auf die Vorwürfe

In Bezug auf das Lieferkettenthema habe VW so schnell und verantwortlich wie möglich gehandelt, um das Bauteil zu ersetzen und das Gesetz zur Prävention uigurischer Zwangsarbeit einzuhalten. Im Februar hatte der US-Zoll offensichtlich in Zusammenhang mit dem Fall die Einfuhr mehrerer tausend Fahrzeuge des Wolfsburger Konzerns in die USA aufgehalten, bis VW die Teile ausgetauscht hatte. BMW ließ unbeantwortet, ob die chinesischen Bauteile tatsächlich noch nach der Warnung durch Lear in 8.000 Minis verbaut und in die USA geliefert wurden. Die BMW Group habe aber Maßnahmen ergriffen, um den Import der betroffenen Teile und Fahrzeuge in die USA zu stoppen. Darüber hinaus soll eine Serviceaktion mit Kunden- und Händlerbenachrichtigung für betroffene Fahrzeuge in den USA durchgeführt werden. Hohe Sozialstandards und strikte Richtlinien in Bezug auf Beschäftigungspraktiken, Menschenrechte und Arbeitsbedingungen seien integraler Bestandteil der BMW Group Einkaufsbedingungen. Diese gälten weltweit für alle unmittelbaren Lieferanten des Unternehmens und beinhalteten auch ein Verbot von Zwangsarbeit.

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