Gesteigerte Ausmaße und Geschwindigkeiten Zweites Lager für Stahlcoils in China

Quelle: Pressemitteilung von Vollert 3 min Lesedauer

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Vollert baut im Auftrag von Tbea ein zweites vollautomatisierten Lager- und Materialflusssystems für Stahlcoils inklusive Hochregallager. Es wird in unmittelbarer Nähe zum ersten Produktionswerk entstehen.

Die hohe Varianz der Strips ist eine Herausforderung für die Statik und das Handling der Regalbediengeräte. Diese können bis zu 14 Strips im Badge oder auch einzeln ein- und auslagern und so die Strips in der richtigen Reihenfolge vorsortiert zur Übergabe an die Schneidelinien bereitstellen. Das Hochregal bietet auf 2.300 Kragarmen Platz für rund 32.000 Strips.(Bild:  Vollert)
Die hohe Varianz der Strips ist eine Herausforderung für die Statik und das Handling der Regalbediengeräte. Diese können bis zu 14 Strips im Badge oder auch einzeln ein- und auslagern und so die Strips in der richtigen Reihenfolge vorsortiert zur Übergabe an die Schneidelinien bereitstellen. Das Hochregal bietet auf 2.300 Kragarmen Platz für rund 32.000 Strips.
(Bild: Vollert)

In China entsteht durch Vollert das zweite vollautomatisierte Lager- und Materialflusssystems für Stahlcoils inklusive Hochregallager. Die Technik ist vergleichbar, aber die Ausmaße und Geschwindigkeiten wurden nochmals gesteigert: Es besitzt eine Länge von über 200 Metern und 2.300 Kragarmen. Somit übertrifft der zweite Auftrag zum Bau eines Kragarm-Hochregallagers für Tbea die Leistungsdaten des ersten Projekts. Das neue Lager soll Platz für rund 32.000 Stahlspulen bieten. Bereits 2020 hatte Vollert für Tbea ein vollautomatisiertes Intralogistiksystem zur Zwischenlagerung, An- und Abdienung von Stahlspulen an mehrere Schneidelinien errichtet. Jetzt entsteht ein Zwillingswerk am gleichen Standort. Vollert wurde als einziger Lieferant aus Deutschland erneut beauftragt. Planung, Entwicklung, Fertigung und Montage der Intralogistik werden damit auch im neuen Projekt von Tbea wieder das Siegel „made in Germany“ tragen.

„Für uns ist das ein großer Vertrauensbeweis, über den wir uns sehr freuen. Im Umgang mit den hochsensiblen Coils ist präzise Lagertechnik erforderlich“, erklärt Bastian Binnig, Projektleiter Vertrieb von Vollert. „Außerdem muss die Statik des Hochregallagers bei der Ein- und Auslagerung kontinuierlich berücksichtigt und durch die Steuerung überwacht werden. Das ist eine Aufgabe, die uns wirklich reizt“, so Binnig. Drei Regelbediengeräte und vier Schiebebühnen übernehmen die Ein- und Auslagerung der Coils sowie die Andienung der Schneidlinien. Mit rund 90 Bewegungen pro Stunde ist das System zudem schneller geworden.

Gut sortiert: Bis zu 14 unterschiedliche Strips auf einem Kragarm

Nicht die Nutzlast bis fünf Tonnen war die Herausforderung für das Team von Vollert, sondern die extrem hohe Varianz und Empfindlichkeit der Stahl-Spulen, auch Strips genannt. Aus einem 2 × 2 Meter großen Rohcoil entstehen zahlreiche unterschiedliche Spaltbänder. Diese unterscheiden sich stark in Breite, Durchmesser und Gewicht. Das bedeutet hohe Logikanforderungen an die Software des Hochregallagers. Die unterschiedlichen Gewichte müssen aus statischen Gründen bei der Sortierung der Strips auf den Kragarmen berücksichtigt werden. Die Belastung des Hochregallagers insgesamt und dessen Austarierung spielen ebenfalls eine Rolle. Die Regalbediengeräte können dazu die Strips in Badges auf den Kragarmen kombinieren oder auch wieder vereinzeln, sowie die Abstände zwischen den Spulen korrigieren.

Feinfühlige Schwerlasttechnik

„Die Abstände zwischen den Spulen sind sehr gering gehalten, um eine möglichst hohe Anzahl an Strips auf jedem Kragarm zu erreichen. Für die Regalbediengeräte bedeutet das aber höchste Präzision beim Auf- und Abnehmen der Strips“, erläutert Kevin Dietrich, Projektleiter bei Vollert. Zudem ändern die spulenlosen Strips ihre Form je nach Umfang und Gewicht. Gleichzeitig sind sie empfindlich für Beschädigungen. „Das Handling der Spulen erfordert wirkliches Know-how bei der Planung und Umsetzung. Hier machen Feinheiten den Unterschied und sorgen letztlich für die hohe Zuverlässigkeit und Performance der gesamten Anlage“, so Dietrich. Zur An- und Abdienung installiert Vollert vier Schiebebühnen, die die 16 Schneidlinien und das Hochregallager verbinden. Zugleich wiegen die Schiebebühnen die Coils für eine laufend aktualisierte Übersicht der Materialflüsse in der Fertigungs- und Qualitätskontrolle.

Turnkey-Projekt – Planung, Stahlbau und Anlagentechnik

Statik, Planung und Anlagentechnik stammen von Vollert aus Deutschland. Der Global Player verfügt aber auch in China über eine eigene Tochtergesellschaft. Diese übernimmt die Koordination mit dem Kunden und den langjährigen lokalen Stahlbau-Partnern, sowie über Mitarbeiter vor Ort für Service und Retrofit. Das ermögliche kurze Wege und eine rasche Abwicklung: Den Auftrag als Generalunternehmer für das neue Hochregallager erhielten die Weinsberger Intralogistikexperten zu Weihnachten. Bereits im Frühjahr 2025 erfolgt die Lieferung.

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