Keine Trendwende Umsatzminus im Werkzeugmaschinenbau nur durch Auftragsbestand gebremst

Von VDW 2 min Lesedauer

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In Sachen Bestellungen bei Werkzeugmaschinen meldet der VDW keine Trendwende. Der Umsatz werde aktuell nur durch bestehende Aufträge gestützt.

Blickt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, auf die Konjunktur im Werkzeugmaschinenbau, so mehren sich die Bestellungen immer noch nicht. Heering: „Unserer Branche fehlt der Rückenwind durch die Weltwirtschaft.“(Bild:  S. Kastner Fotografie)
Blickt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, auf die Konjunktur im Werkzeugmaschinenbau, so mehren sich die Bestellungen immer noch nicht. Heering: „Unserer Branche fehlt der Rückenwind durch die Weltwirtschaft.“
(Bild: S. Kastner Fotografie)

Im vierten Quartal 2023 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent, wie der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) registriert. Dabei fielen die Bestellungen aus dem Inland um 20 Prozent, die Auslandsorders nahmen um 15 Prozent ab. Im vergangenen Jahr ging die Nachfrage insgesamt nominal um 11 Prozent zurück. Das Inland verlor 14 Prozent, das Ausland 9 Prozent. Real betrug der Nachfragerückgang für das Gesamtjahr 16 Prozent, heißt es weiter.

Lediglich aus Indien und Mexiko kommen positive Signale

„Unserer Branche fehlt der Rückenwind durch die Weltwirtschaft. In den meisten wichtigen Märkten signalisiert der internationale Einkaufsmanager-Index eine schwache Konjunktur“, kommentiert Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW das Ergebnis. Einzige Ausnahme seien lediglich Indien und Mexiko, die Impulse zum Auftrieb liefern könnten. Die Inlandsnachfrage leide außerdem weiter unter unsicheren geo- und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, sowie unter den gleichermaßen hohen Zinsen und Energiepreisen. Heering dazu: „Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Deutschland und die Eurozone blieben in der zweiten Jahreshälfte schwach.“ Das gelte auch für den wichtigen Markt China, wogegen Nordamerika das Geschäft stütze. Der Umsatz entwickelte sich 2023 gemäß der Verbandsstatistik mit einem nominalen Zuwachs von 10 Prozent, was sich durch die gut gefüllten Auftragsbücher erklärt. Im vierten Quartal fiel das Plus mit 3 Prozent jedoch wesentlich geringer aus als in den Vorquartalen.

Vor 2025 ist kaum mit einer Erholung zu rechnen

Am aktuellen Rand (Dezember 2023) drehte sich der Zeiger bei nun abnehmenden Auftragsbeständen sogar ins Minus. Vor dem Hintergrund der fehlenden Bestellungen prognostiziert der VDW deshalb für 2024 einen leichten Rückgang der Produktion, was der Verein mit rund 3 Prozent beziffert. Die Erwartungen richten sich zur Zeit an Wachstumssektoren wie Elektromobilität, Windkraft, Medizintechnik, Aerospace und Rüstung. Diese Sektoren planten ihre Investitionen häufiger in Form von Projekten, die von der allgemeinen Konjunkturschwäche weniger beeinträchtigt würden als das etwa das Seriengeschäft Job Shops. Heering erwartet eine Erholung des Europageschäftes nicht vor 2025. Impulse könnten demnach aus Osteuropa durch Investitionen der Automobilindustrie und im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien kommen.

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