EMO Hannover 2025 Umfassender Impulsgeber für die Industrie

Von M. A. Benedikt Hofmann 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vom 22. bis 26. September 2025 wird Hannover wieder zum Zentrum der internationalen Metallbearbeitung. Eine Vorschau auf das, was die Besucher dann erwartet, gab der Veranstalter VDW im Rahmen der EMO Preview.

Im September wird Hannover wieder zur Hauptstadt der Metallbearbeitung.(Bild:  VDW)
Im September wird Hannover wieder zur Hauptstadt der Metallbearbeitung.
(Bild: VDW)

Während der Corona-Pandemie wurde bereits über das Ende des Konzepts „Messe“ diskutiert. Heute werden aber wieder große Hoffnungen mit den traditionellen Leistungsschauen der Industrie verknüpft. Sie sollen Menschen verbinden, Ideen befeuern und Impulse für die gesamte Wirtschaft geben. Genau das erhoffen sich viele im deutschsprachigen Raum – aber auch weit darüber hinaus – von der kommenden Ausgabe der EMO Hannover. Das betonte auch Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), der die Messe veranstaltet, im Rahmen der EMO Preview: „Sowohl die Aussteller als auch Besucherinnen und Besucher reisen in der Erwartung an, dass sie die Messe positiv gestimmt und zuversichtlich wieder verlassen.“

Bei der EMO Preview bekamen internationale Fachjournalisten auch gleich einen Vorgeschmack auf das, was die Besucher in Hannover erwartet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen selbstverständlich die industriellen Megatrends, wie Automation, Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI). Die insgesamt 26 ausgewählten Aussteller, die sich im Rahmen der Preview mit kleinen Ständen und jeweils 90-sekündigen Pitches vorstellten, hatten aber auch Neuigkeiten zu klassischen Produktionstechnologien im Gepäck. Dazu zählten gänzlich neue Maschinen, Funktionen und Werkzeuge.

Europa darf den Anschluss an die KI-Entwicklungen nicht verlieren

Dabei spielten Themen wie Automation oder KI natürlich immer eine Rolle. „KI verspricht der Gamechanger für die Produktion von morgen zu sein und ist deshalb eines der großen Themen auf der EMO 2025 – und das nicht nur an unserem Sonderstand AI Hub“, erklärt Dr. Heering. „Viele Aussteller arbeiten längst mit KI oder entwickeln eigene Anwendungen, sodass sich das Thema über die gesamte Messe hinweg wiederfinden wird. Der AI Hub in Halle 6, Stand 22, bringt das alles zusammen: mit konkreten Beispielen und Expertinnen und Experten, die zeigen, wie KI die Produktion wirklich voranbringt.“

Deshalb wurde auch in einer Podiumsdiskussion über die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die produzierende Industrie diskutiert. Zu den Gästen zählten Sebastian Heinz, Gründer und CEO von Statworxs, einem Beratungs- und Entwicklungsunternehmen für Daten und KI aus Frankfurt am Main, sowie Prof. Michael Zäh vom Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik an der Technischen Universität München. Obwohl beide in einigen Details unterschiedlicher Meinung waren, waren sich die Diskussionsteilnehmer in einem Punkt einig: Experten und Unternehmen sollten sich intensiver und grundsätzlich mit KI beschäftigen. Europaweit muss deshalb ein höheres Tempo angeschlagen werden, um den Anschluss an die Entwicklungen in Asien und den USA nicht zu verlieren, so die Experten.

Mit Kanada erstmals ein Partnerland auf der EMO

In diesem Jahr hat die EMO außerdem erstmals ein Partnerland – im offiziellen Sprachgebrauch auch „Allied Country” genannt. Bei der Wahl haben die Veranstalter großes Geschick bewiesen und sich für ein Land entschieden, das in den vergangenen Monaten so sehr im internationalen Fokus stand, wie kaum ein anderes: Kanada! Bei der Preview wurde das nordamerikanische Land von Jayson Myers von „NGen“ (Next Generation Manufacturing Canada) vertreten. Das Netzwerk repräsentiert rund 11.000 Mitglieder. Darunter Hersteller, Technologieanbieter sowie Hochschul- und Forschungseinrichtungen und es initiiert dabei auch Kooperationsprojekte. Dr. Heering begründet die Premiere so: „Ein Partnerland ist weit mehr als ein symbolischer Titel – es ist ein bewusstes Signal. In einer Welt, die vor komplexen Herausforderungen steht, zeigt die Wahl eines Partnerlands, dass Fortschritt nicht im Alleingang entsteht. Kooperation, Austausch und gegenseitige Impulse sind entscheidend, wenn es darum geht, Innovationen voranzutreiben und gesellschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Gerade offene und vielfältige Gesellschaften profitieren von dieser Dynamik. Kanada verkörpert genau diese Haltung: Es steht für Dialog, für internationale Zusammenarbeit und für den Willen, gemeinsam Lösungen zu finden – über Grenzen hinweg.“

Breites Rahmenprogramm zu Trends und wirtschaftliche Entwicklungen

Neben der klassischen Ausstellung sollten sich die Besucher, aber auch das Rahmenprogramm nicht entgehen lassen, wie Dr. Markus Heering im Gespräch mit MM Maschinenmarkt betont: „Neben den Maschinen und Technologien lohnt sich unbedingt ein Blick ins Rahmenprogramm – nicht nur für Technikbegeisterte, sondern auch für alle, die sich mit den größeren Zusammenhängen beschäftigen. Besonders empfehlenswert finde ich das Economic Forum, wo aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und Zukunftstrends der Industrie diskutiert werden. Die P.O.P Talks bringen frische Perspektiven – etwa mit Sascha Lobo, der über KI im Maschinenbau und die gesellschaftliche Transformation spricht. Und auf der Innovation Stage geht es ganz konkret um neue Technologien und deren Anwendung. Wer sich für die Zukunft der Produktion interessiert, sollte sich diese Formate nicht entgehen lassen.“

Informationen für EMO-Besucher

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
  • Tagesticket: 36 Euro
  • Dauerticket: 65 Euro
  • Das Ticket gilt auch für den öffentlichen Nahverkehr in Hannover (Üstra)
Direkt zum Ticket-Shop

(ID:50532480)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung