Tut sich nicht viel Ucimu hält auch im dritten Quartal das Level beim Auftragsbestand

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Wie es von Ucimu-Sistemi per Produrre heißt, bleiben die Aufträge für Werkzeugmaschinen im dritten Quartal 2025 bei einem leichten Plus eigentlich auf konstantem Niveau. Nur das Ausland schwächelt ...

Ucimu-Sistemi per Produrre hat analysiert, wie das dritte Quartal gelaufen ist. Hier die Zahlen der Italiener und einige Statements des Ucimu-Präsidenten Riccardo Rosa zur Lage ...(Bild:  Ucimu)
Ucimu-Sistemi per Produrre hat analysiert, wie das dritte Quartal gelaufen ist. Hier die Zahlen der Italiener und einige Statements des Ucimu-Präsidenten Riccardo Rosa zur Lage ...
(Bild: Ucimu)

Im dritten Quartal 2025 zeigte sich der vom Centro Studi & Cultura di Impresa von Ucimu erarbeitete Auftragsindex für Werkzeugmaschinen mit +1,1 Prozent im Vergleich mit dem Zeitraum Juli bis September letzten Jahres quasi stabil. Der absolute Indexwert lag bei 53,3 (Basis 100 im Jahr 2021). Insbesondere verzeichneten die auf dem Inlandsmarkt gesammelten Aufträge eine Zunahme von 12,4 Prozent (wieder verglichen mit dem 2024er-Quartal drei). Das mache einen absoluten Wert von 15,4 aus. Auf dem Auslandsmarkt verzeichnete der Auftragseingang im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres aber einen Rückgang von 7,7 Prozent, weshalb der absolute Indexwert auf 87,1 kam. Riccardo Rosa, Präsident von Ucimu-Sistemi per Produrre, kommentiert: „Auch wenn diese jüngste Erhebung des Indexes die positive Entwicklung der Inlandsnachfrage bestätigt, zeigt der absolute Indexwert, dass diese noch immer sehr schwach ist.“ Tatsächlich werde der Rückgang der Auslandsaktivität nur knapp durch die Erholung des Inlandsmarktes ausgeglichen.

Investitionen in alternative Branchen werden nicht viel bringen

Europa leidet bekanntlich stark unter der deutschen Krise und der geopolitischen Instabilität, die durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verursacht wird, so Rosa. Insbesondere der Übergang zur Elektromobilität hat zu einem deutlichen Rückgang der gewerblichen Tätigkeit geführt. Die europäischen Automobilhersteller investieren auch nicht, weil unklar ist, was die Zukunft bringt. Und die Unternehmen der Zulieferkette kündigen nahezu täglich Werksschließungen und Personalabbau an, wie auch Rosa registriert. „Andererseits sehen wir italienischen Hersteller, dass der Rückgang der Aktivitäten in unserem wichtigsten Absatzsektor, nämlich der Automobilindustrie, nicht durch Investitionen in die sogenannten alternativen Branchen ausgeglichen werden kann“, wie Rosa weiter anmerkt. Deshalb halte man es für entscheidend – um das Gespenst einer industriellen Verödung des alten Kontinents abzuwenden – die Übergangsfristen hin zur grünen Mobilität zu verlängern. Und auf Ebene der EU-Institutionen sollte eine gründliche Überlegung zu alternativen Antriebsformen angestrengt werden, die niedrige Emissionen bringe und zugleich Produktion, Fabriken und Arbeitsplätze zu sichern in der Lage seien.

Italien arbeitet an neuem Programm zur Unterstützung der Industrie

Blickt der Ucimu-Präsident über den Ozean, so erkennt er, dass sich die USA bisher gut behauptet haben: „Wir stellen jedoch fest, dass einige italienische Unternehmen Schwierigkeiten bei der Lieferung von Maschinen in die USA haben – bedingt durch die Zölle. Auch in dieser Hinsicht herrscht große Besorgnis, weil die Haltung der US-Regierung erhebliche Unsicherheit auf dem internationalen Markt ausgelöst hat.“ So sei es auch zu einer Verlangsamung der Exporttätigkeit gekommen, wie der Ucimu-Auftragsindex belege. Man wisse aber, dass auf nationaler Ebene das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy sowie das Finanz- und Wirtschaftsministerium derzeit an der Darlegung eines neuen industriepolitischen Programms arbeiten, das die Unternehmen in den kommenden zwei Jahren begleiten soll. Die nicht zufriedenstellende Erfahrung mit dem Programm 5.0, das erst in seiner Schlussphase interessante Ergebnisse gebracht hat, sollte eine Mahnung sein, wie Rosa sagt. Den Unternehmen sollte künftig lieber ein wirklich nützliches und wirksames Instrument zur Verfügung gestellt werden, um die Modernisierung der italienischen Produktionsanlagen zu unterstützen.

Das braucht Italien, um wettbewerbsfähig zu bleiben:

Rosa außerdem: „Wir begrüßen die Idee einer einheitlichen Maßnahme, auch wenn für uns der Steuererstattungsanspruch die bessere Lösung wäre. Wir fordern jedoch, dass ein Bonus-Element eingeführt wird, das an die Produktion innerhalb der EU gekoppelt ist.“ Entscheidend würden zudem Laufzeit und finanzielle Ausstattung sein, die den Wandel der italienischen Fabriken unterstützen müssten, um mit Blick auf KI und Digitalisierung, wenn sie richtig eingesetzt werden, Vorteile für die Zukunft bieten zu können. Und was die Laufzeit betrifft, so fordert man, dass die Maßnahme zu Jahresbeginn in Kraft treten muss, um die übermäßige Wartezeit zu vermeiden, die man bereits beim Programm 5.0 erdulden musste. Hinsichtlich der finanziellen Mittel erfordern außerdem der Druck des asiatischen Angebotes sowie die allgemeine Instabilität – der Hauptfaktor für den Stillstand der Investitionen in Investitionsgüter – ein ernsthaftes Eingreifen, was die gesamtwirtschaftlichen Ressourcen betreffen sollte, um die Wettbewerbsfähigkeit für Italien zu sichern.

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