Batterierecycling Trumpf-Laser recycelt E-Mobil-Batterien in Serie

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Autobauer und Batteriehersteller können jetzt erstmals gebrauchte oder fehlerhafte Batterien von E-Autos per Lasersystem von Trumpf im industriellen Maßstab recyceln.

Trumpf hat jetzt ein Laserbearbeitungsverfahren entwickelt, durch das viele Probleme beim Recycling von Altbatterien aus der Elektromobilität lösen kann, wie es heißt. Nicht zuletzt fordert die EU ein Maximum an Recycling bei Batterien. Lesen Sie ...(Bild:  Trumpf)
Trumpf hat jetzt ein Laserbearbeitungsverfahren entwickelt, durch das viele Probleme beim Recycling von Altbatterien aus der Elektromobilität lösen kann, wie es heißt. Nicht zuletzt fordert die EU ein Maximum an Recycling bei Batterien. Lesen Sie ...
(Bild: Trumpf)

Trumpf entwickelt jetzt Lasersysteme, die gebrauchte Batterien sicher aufschneiden und die wertvollen Rohstoffe von der Batteriefolie entfernen können. Denn das Recycling von Batterien ist ökologisch sinnvoll und mit der Lasertechnik nun auch wirtschaftlich umsetzbar. Trumpf kann außerdem bekanntlich auf eine umfassende Expertise beim Laserschweißen und -schneiden für die Fertigung von E-Auto-Batterien zurückgreifen. Seit Jahren arbeiten die Ditzinger deshalb auch mit allen führenden Auto- und Batterieherstellern zusammen. Daraus resultiert nun das neue Laserverfahren, das erstmals ab dem 17. Juni auf der Leitmesse für Batterietechnologie Battery Show Europe 2024 in Stuttgart zu erleben sein wird.

Batterierecycling ist ein bald stark boomender Markt

Ohne wertvolle Rohstoffe wie Kobalt, Lithium oder Nickel gebe es außerdem derzeit keine Batterien für Elektroautos. Doch die Gewinnung dieser teilweise seltenen Rohstoffe ist aufwendig und auch nicht immer nachhaltig. Die Hersteller müssten auch lange und unsichere Lieferketten in Kauf nehmen. Darüber hinaus schreibt die EU eine Wiederverwertungsquote für Batterien von bis zu 90 Prozent vor. Die Industrie muss deshalb das Batterierecycling im großen Stil betreiben. Aber der Markt für Laserverfahren zum Recycling der Batterien, der gerade entsteht, ist riesig, wie Experten vom Fraunhofer-IPA analysiert haben. Allein in Europa müsste die Industrie ab 2030 nämlich jährlich rund 570.000 Tonnen an Batteriematerial recyceln.

Kobalt und Nickel per Laser zurück in den Kreislauf

Und die Elektroden für neue Batteriezellen sind Folienstreifen, die mit wertvollen Materialien wie Kobalt und Nickel beschichtet sind. In einer künftigen Recyclinganlage könnten Laserverfahren diese hauchdünne Schicht von der Folie ablösen. Die Hersteller können den kostbaren Staub auffangen und für neue Beschichtungen aufbereiten, wie Trumpf erklärt. Bisher landen aber noch Kilometer an beschichteten Folien als Ausschuss im Müll. Aber auch bei den Batteriepacks kann beim Recycling künftig die Lasertechnik zum Einsatz kommen. Erst die Lasertechnik aber ermögliche eine effiziente und automatisierte Demontage, etwa um Abdeckungen von Batterien zu lösen, oder um Kabel abzuschneiden. Anschließend lassen sich die Rohstoffe sortieren und noch nutzbare Batteriezellen direkt vereinzeln und weiter verwerten. Und die Demontage von E-Auto-Batterien war bisher auch reine Handarbeit, die aufwendig, langsam und teilweise gefährlich für die Arbeiter ist. Damit könnte nun auch bald Schluss sein.

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