Vision, Realität und Zukunft So sieht es mit dem Trend zum humanoiden Roboter aus ...

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Die International Federation of Robotics (IFR) hat jetzt ein Positionspapier zu bieten, in dem die Trends in Sachen humanoider Roboter sowie Grenzen und Stand der Dinge dargelegt werden.

Humanoide Roboter sind derzeit ein großes Thema. Sie könnten in der Industrie, im Sozialsektor und im Haushalt dienen. Nicht zuletzt hat Honda bereits vor 25 Jahren den Asimo (hier im Bild) vorgestellt. Was sich seither getan hat und wie es global um Humanoide bestellt ist, verrät hier die IFR ...(Bild:  Honda)
Humanoide Roboter sind derzeit ein großes Thema. Sie könnten in der Industrie, im Sozialsektor und im Haushalt dienen. Nicht zuletzt hat Honda bereits vor 25 Jahren den Asimo (hier im Bild) vorgestellt. Was sich seither getan hat und wie es global um Humanoide bestellt ist, verrät hier die IFR ...
(Bild: Honda)

Menschenähnliche Roboter gelten als die nächste große Innovation in der Robotik. Und der weltweit größte Markt für Industrieroboter ist China. Dort hat man bereits konkrete Pläne für die Massenproduktion von Humanoid-Robotern festgelegt, sagt die IFR. Gleichzeitig kündigten Unternehmen in den USA und Europa große Investitionsvorhaben in diesem Bereich der Robotik an. Die Vision ist es demnach, Allzweckroboter zu schaffen, die auf menschlichen Eigenschaften basieren. „Futuristisch anmutende, humanoide Roboter, die etwa in unserem Zuhause, in Unternehmen und in der Öffentlichkeit arbeiten, faszinieren die Menschen“, muss Takayuki Ito, Präsident der IFR, zugeben. Und weil die Welt in der wir leben auf den menschlichen Körper zugeschnitten sei, liege die Idee eines schnellen, universellen Helfers, der uns ähnlich sehe, recht nahe. Ob und wann es aber zu einer massenhaften Nutzung von Humanoiden der mechanischen Art kommen wird, bleibt ungewiss, heißt es derzeit noch. Nicht zu erwarten sei jedenfalls, dass Humanoide in Zukunft die derzeit auf dem Markt befindlichen Robotertypen ersetzten. Stattdessen würden sie bestehende Robotersysteme und Maschinen eher ergänzen und erweitern.

Das tut sich weltweit in Sachen humanoider Roboter in den USA:

In den Vereinigten Staaten arbeiten Tech-Unternehmen wie Nvidia, Amazon und Tesla intensiv an künstlicher Intelligenz (KI) und Robotertechnologien. Außer der Finanzierung durch das Militär werde diese Entwicklung auch durch zahlreiche private Investitionen unterstützt. Das führe zu einer bedeutenden Start-up-Szene, die sich eben auf humanoide Roboter spezialisiere. Besonders groß ist das Interesse an Humanoiden in der Logistik und in der industriellen Fertigung, wie die Experten registrieren. Dabei würden humanoide Roboter weniger als soziale Begleiter gesehen, sondern eher als Werkzeuge, die dabei helfen sollen, die Produktivität und die Effizienz in diesen Sektoren zu steigern. So liege der Schwerpunkt verstärkt auf praktischen Anwendungen und weniger auf der Integration von Robotern im Rahmen des täglichen sozialen Lebens.

Chinas Roboterstrategie zielt auf den Dienstleistungssektor

In China nehmen die Humanoiden eine zentrale Stellung in der nationalen Robotikstrategie ein, so die IFR. Die Regierung möchte in diesem Technologiebereich nämlich Kompetenz und globale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen. Der Einsatzschwerpunkt liege dabei im Dienstleistungssektor – beispielsweise für die Kundenbetreuung. Die Automatisierung von Produktionslinien in der Fertigung und der Einsatz von Humanoiden, um weniger von menschlichen Arbeitskräften abhängig zu sein, scheine nur untergeordnet ein wichtiges Thema zu sein. Das Kernelement der chinesischen Roboterstrategie ist demnach der Aufbau einer skalierbaren Lieferkette für Schlüsselkomponenten.

Die Japaner setzen auf humanoide Roboter im Sozialbereich

Japan ist bekanntlich ein Pionier in der Entwicklung humanoider Roboter. Als gutes, frühes Beispiel ist Hondas Asimo zu nennen, der bereits im Oktober 2000 vorgestellt wurde. Roboter werden in Japan aber eher als Gefährten, denn als bloße Werkzeuge gesehen. Humanoide Roboter wie Pepper und Palro sind demzufolge in erster Linie als Sozialroboter konzipiert. Man findet sie deshalb in Bildungseinrichtungen, Geschäften und Altenpflegeeinrichtungen. Diese Ausrichtung spiegelt offensichtlich die Nachfrage einer alternden Gesellschaft wider, mit der Japan ja konfrontiert ist. Ein wichtiger Schwerpunkt der Projekte liege dabei auf Robotern, die harmonisch mit Menschen zusammenleben können und als Teil der Gesellschaft akzeptiert sind. Führende Unternehmen wie Kawasaki entwickeln humanoide Roboter aber auch als eine Forschungsplattform.

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