Schwächelndes Stahlgeschäft Thyssenkrupp schreibt rote Zahlen

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Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat zum Jahresauftakt rote Zahlen geschrieben, meldet die dpa.

Die Stahlnachfrage bei Thyssenkrupp sinkt. Der Konzern meldete jetzt den Abstieg in die roten Zahlen, wie die dpa erfahren hat. Hier mehr dazu ...(Bild:  Thyssenkrupp)
Die Stahlnachfrage bei Thyssenkrupp sinkt. Der Konzern meldete jetzt den Abstieg in die roten Zahlen, wie die dpa erfahren hat. Hier mehr dazu ...
(Bild: Thyssenkrupp)

Mitverantwortlich für den Rutsch in die roten Zahlen bei Thyssenkrupp seien erneute Wertberichtigungen auf das Stahlgeschäft wegen gestiegener Zinsen und eines damit einhergehenden höheren Kapitalkostensatzes. Thyssenkrupp wies deshalb jetzt einen Nettoverlust von 314 Millionen Euro aus – nach einem Gewinn von 75 Millionen Euro im Vorjahr. Die Abschreibungen beliefen sich auf rund 200 Millionen Euro. Sinkende Preise und eine geringere Nachfrage im Stahlgeschäft – insbesondere von Automobilkunden – ließen das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um die Hälfte sinken (auf 84 Millionen Euro). Erste positive Effekte zeigten sich aus dem Effizienzprogramm Apex, wie es aus Essen heißt. Dieses Vorhaben soll bis 2024/25 bis zu zwei Milliarden Euro zum bereinigten Ebit beitragen und gegenläufige Markteffekte abschwächen, so die Hoffnungen.

Unterm Strich dürfte ein ausgeglichenes Ergebnis herauskommen

Auch der Umsatz ging wegen der gesunkenen Nachfrage und des niedrigeren Preisniveaus zurück, was sich mit minus 9 Prozent (auf knapp 8,2 Milliarden Euro) beziffert. Das, heißt es, lag unter den Erwartungen der Marktexperten. Der Auftragseingang bröckelte um 13 Prozent ab. Thyssenkrupp zeigte sich aber für das Geschäftsjahr 2023/24 sowohl beim Umsatz als auch beim Jahresergebnis pessimistischer. So dürfte der Umsatz nun in etwa auf Vorjahresniveau liegen, nachdem das Unternehmen bislang von einem leichten Wachstum ausgegangen war, wie Analysten vermuten. Unter dem Strich dürfte wegen der Abschreibungen im ersten Quartal lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis stehen. Bei diesem Aspekt war man zuletzt von einem niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-Euro-Gewinn ausgegangen. Im Vorjahr hatte der Stahlkonzern wegen Belastungen im Stahlgeschäft einen Milliardenverlust verkraften müssen. Die Prognose für das bereinigte Ebit wurde hingegen aufrechterhalten.

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