Zugelassen! Thyssenkrupp darf Direktreduktionsanlage in Duisburg wohl eher bauen

Quelle: Thyssenkrupp 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat Thyssenkrupp Steel eine Zulassung zum vorzeitigen Baustart der ersten Direktreduktionsanlage erteilt.

Noch sieht es hier in Duisburg aus wie eine Mondlandschaft. Doch hier wird bald die erste wasserstoffbasierte Direktreduktionsanlage für Eisen entstehen. Thyssenkrupp Steel Europe meldet nämlich den nächsten Meilenstein ...(Bild:  Thyssenkrupp Steel Europe)
Noch sieht es hier in Duisburg aus wie eine Mondlandschaft. Doch hier wird bald die erste wasserstoffbasierte Direktreduktionsanlage für Eisen entstehen. Thyssenkrupp Steel Europe meldet nämlich den nächsten Meilenstein ...
(Bild: Thyssenkrupp Steel Europe)

Den Antrag auf Genehmigung hatte Thyssenkrupp Steel im Oktober 2023 eingereicht, wie es heißt. Der Zulassungsbescheid für den vorzeitigen Baubeginn gilt als ein wichtiger Meilenstein im Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG). Die endgültige Genehmigung wird aber erst für Ende 2024 erwartet. Mit der vorzeitigen Zulassung habe man eine weitere wichtige Hürde zur Realisierung der ersten Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg genommen. Nun, wie betont wird, kommt das Unternehmen auf dem Weg hin zur klimaneutralen Stahlherstellung einen großen Schritt voran.

Der größte Einzelauftrag in der Thyssenkrupp-Geschichte

Das heißt genauer, dass nach Abschluss der Arbeiten zur Baufeldvorbereitung die Fundamentarbeiten für die Direktreduktionsanlage beginnen können. Auf dem knapp 40 Fußballfelder großen Gelände entsteht dann in den nächsten Monaten eine regelrechte Fabrikstadt. Bis zu 2.000 Mitarbeiter werden auf der Baustelle tätig sein. Der Hauptteil der Anlage wird rund 140 Meter hoch sein und von rund 60 Gebäuden flankiert, wie Thyssenkrupp wissen lässt. Mit der Auftragsvergabe zum Bau einer Direktreduktionanlage mit zwei Einschmelzern an die SMS Group im Frühjahr 2023 habe man aber nicht nur den größten Einzelauftrag ihrer Geschichte vergeben, sondern auch eines der größten industriellen Dekarbonisierungsprojekte weltweit gestartet. Im Sommer 2023 erhielt Thyssenkrupp Steel für sein Projekt „tkH2Steel“ außerdem einen Förderbescheid von Bund und Land, der sich auf rund zwei Milliarden Euro beziffert. Die Eigeninvestitionen seitens Thyssenkrupp Steel liegen bei knapp einer Milliarde Euro, heißt es.

Millionen Tonnen direkt reduziertes Eisen per Wasserstoff

Das Projekt wird eine technologisch neue Anlagenkombination in das größte europäische Hüttenwerk integrieren. Damit würden alle nachfolgenden Prozessschritte ab dem Stahlwerk beibehalten. Die zu 100 Prozent auf Wasserstoff ausgelegte Direktreduktionsanlage hat eine Produktionskapazität von 2,5 Millionen Tonnen direkt reduziertem Eisen pro Jahr. Die Anlage kann im Übergang aber mit Erdgas und bereits 2029 planmäßig mit rund 143.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr betrieben werden. Die Anlage soll dann bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Nicht zuletzt sichere die grüne Transformation gute Arbeitsplätze am Standort Duisburg.

Doch bei aller Freude dürfen auch negative Entwicklungen beim Stahlkonzern nicht ausgelassen werden.

(ID:49913014)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung